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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 18:37 Uhr

Handball : Löchrige Abwehr

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Pech für die 1. Männer des TuS Esingen, dass die Frankfurter Buchmesse nicht in den Zeitraum der Herbstferien-Pause in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein fiel. Denn deshalb mussten die Tornescher am Sonnabend gegen den TuS Lübeck 1893 auf Max-Lennart Albrecht, der im Verlagswesen arbeitet und beruflich bei der Buchmesse weilte, verzichten.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2015 | 21:16 Uhr

Noch mehr als Albrecht vermisste Claas-Peter Schütt am Sonnabend allerdings die zwei Wochen zuvor beim 29:27-Derbysieg in Ellerbek an den Tag gelegte Einstellung: „Hätten wir den gleichen Einsatz speziell in der Abwehr gezeigt und dieselben Emotionen wie in Ellerbek freigesetzt, wäre auch gegen Lübeck ein Sieg möglich gewesen“, urteilte Schütt, der die Esinger Männer zusammen mit Till Krügel trainiert, nach der 28:31-Heimpleite gegen den diesjährigen Mitaufsteiger aus der Hansestadt.

Die erste Halbzeit umschrieb Schütt noch als „ausgeglichen“. Die Hausherren gingen mit 1:0 in Führung, gerieten dann aber mit 1:2 in Rückstand, der bis auf 3:6 anwuchs. Mit 8:8 gab es erstmals wieder einen ausgeglichenen Spielstand. Beim 12:11 gingen die Esinger zum zweiten (und letzten) Mal in Führung. Jeweils vier Tore von Lennart Haas (darunter zwei Siebenmeter) und Benedict Philippi sowie je zwei Treffer von Tim Reichert und Jan Rabe genügten aber nicht, um mit einer Führung in die Pause zu gehen ‒ stattdessen waren die Tornescher zum Seitenwechsel mit 12:14 im Hintertreffen.

Auf die fehlenden Alternativen im Rückraum reagierten Krügel und Schütt, indem sie Dennis Lißner, eigentlich Trainer der 2. TuS-Männer, nachträglich auf dem Spielberichtsbogen eintrugen. „Wenn er immer bei uns trainieren und spielen würde, könnte er seine hervorragenden Qualitäten sicher noch besser einbringen“, sagte Schütt über Dennis Lißner, der fortan versuchte, zusammen mit Timo Kreckwitz oder Marc Hülsemann, einer weiteren Leihgabe der 2. Männer, die rechte Abwehrseite dichtzumachen.

„Insgesamt fehlte es uns an der nötigen Konstanz im Deckungsbereich“, sagte Schütt angesichts der Tatsache, dass die Gäste vor allem über die Halbpositionen immer wieder zu einfachen Torerfolgen gegen die löchrige Esinger Abwehr kamen. Und genau diese einfachen Treffer fehlten der Heim-Sieben, die für ihre Tore einen hohen Aufwand betreiben musste. Deshalb liefen die Esinger in der zweiten Halbzeit durchgehend einem Rückstand hinterher. Von 23:27 kamen sie in der Schlussphase zwar noch einmal auf 28:30 heran ‒ doch als der bärenstarke Benedict Philippi dann schnell den Abschluss suchte und nur die Latte traf (59.), machten die Lübecker im Gegenzug mit dem 28:31 alles klar.

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