zur Navigation springen

Kompromiss aus Kiel : LMG: Ist der Knoten geplatzt?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Alle stehen hinter ihrem Gymnasium, und ich freue mich sehr, dass die Vernunft der Kommunalpolitik gesiegt hat. Es ist ein guter Tag für die Schülerinnen und Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums in Uetersen“, sagte am Donnerstag Bildungsstaatssekretär Dirk Loßack. Er verkündete die (mögliche) Lösung in einem seit 2007 ungelösten Konflikt zwischen dem Kreis Pinneberg und der Stadt Uetersen nach dem Wechsel der Trägerschaft des Gymnasiums in Richtung Rosenstadt.

shz.de von
erstellt am 01.Mär.2013 | 21:52 Uhr

Vor allem ging es dabei um die Frage, wer welche Lasten trägt. Nach „einem mehr als konstruktiven Gespräch“ einigten sich die Vertreter des Kreises Pinneberg, Landrat Oliver Stolz und Schulausschussvorsitzende Kerstin Seyfert, sowie die Uetersener Bürgermeisterin, Andrea Hansen und Bürgervorsteherin Heike Baumann, darauf, dass Uetersen seit dem 1. August 2009 die laufenden Kosten des Kreises in Höhe von 60000 Euro sowie den laufenden Kredit des Kreises (974358 Euro) rückwirkend zum 1. Januar 2013 übernehmen will. Der Kreis Pinneberg will im Gegenzug eine Einmalzahlung an die Stadt Uetersen in Höhe von 625000 Euro leisten.

Diesem ausgehandelten Kompromiss müssen jetzt noch der Pinneberger Kreistag in seiner Sitzung am 20. März sowie die Ratsversammlung am darauffolgenden Tag (21. März) zustimmen.

Landrat Oliver Stolz sieht in dem Verhandlungsergebnis einen fairen Kompromiss: „Die vollständige Übergabe der Kredite an Uetersen ist ein neuer Vorschlag und für uns wichtig, um einen Schlussstrich ziehen zu können. Die Verteilung der Lasten war aber auch etwas einfacher, weil sich die Kreditsumme durch einen in 2012 geflossenen zweckgebundenen Landeszuschuss deutlich verringert hat. Nun bin ich sehr optimistisch, dass wir im Kreistag eine hohe Zustimmung erhalten.“

Und auch die Bürgermeisterin äußerte sich erleichtert: „Leicht haben es sich alle nicht gemacht, aber diese Lösung wird getragen. Die Stadt und die Schule haben jetzt die nötige Planungssicherheit - das schafft eine solide Basis für die Zukunft. Ich danke der Landesregierung und allen, die an diesem Kompromiss mitgewirkt haben. Die Ratsversammlung hat das letzte Wort.“ Der Bildungsstaatssekretär ist seinerseits froh über das Ergebnis der Gespräche und betonte, damit ende ein langer Weg, der Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die Elternschaft des Ludwig-Meyn-Gymnasiums belastet habe. „Beide Seiten haben große Schritte aufeinander zu gemacht“, hob Loßack ausdrücklich den konstruktiven Charakter des Treffens hervor. Der Bildungsstaatssekretär hatte sich auf Bitten der streitenden Parteien vermittelnd zu einem Zeitpunkt in die Gespräche eingeschaltet, als sie im Sommer 2012 vor dem Hintergrund allzu großer Unterschiede in den jeweiligen Forderungen gescheitert waren.

Die Politiker im Kreis hatten den Schlichterspruch von Segebergs Kreispräsident Winfried Zylka, der von beiden Seiten zuvor als Mediator eingeschaltet worden war, nicht akzeptiert. Stimmt sowohl der Kreistag als auch die Ratsversammlung dem Verhandlungsergebnis zu, wird die Immobilie (Ludwig-Meyn-Schule) automatisch in das Eigentum der Stadt überführt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert