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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 10:18 Uhr

Neubauvorhaben : LMG: Das Prüfen hat begonnen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im kommenden Jahr feiert das Ludwig-Meyn-Gymnasium sein 90-jähriges Bestehen als Oberschule. Ob das ein Grund zum Feiern wird, hängt von dem Ergebnis des Prüfprozesses ab, der während der Sitzung des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses am Donnerstag seinen Anfang genommen hat. Einstimmig verabschiedeten die Mitglieder das Papier, das von der CDU-Fraktion eingebracht worden war.

Nach kurzer Diskussion wurde es ein gemeinsamer Antrag aller vier dem Ausschuss angehörenden Fraktionen. Mit der Fragestellung, ob der Neubau eines Gymnasiums dem Kauf des Gebäudes an der Seminarstraße vorzuziehen ist, soll dem Kreis Pinneberg zum einen verdeutlicht werden, dass man gewillt ist, alternativ zu denken und eventuell auch zu entscheiden, andererseits möchte man die Zahlen für sich selber auf dem Tisch haben – als Basis für zukünftige Beschlüsse. Geld zu verschenken hat man in der Rosenstadt nämlich nicht. Und wenn sich ein Neubau rechnet, könnte er in Uetersen auch Wirklichkeit werden. Ein Grundstück dafür gibt es auch schon: das Gelände des ehemaligen Kreiskrankenhauses an der Bleekerstraße. Schließlich haben die RegioKliniken angekündigt, sich aus Uetersen zurückziehen zu wollen. Und auch das Bildungszentrum mit seiner Pflegeschule wird die Rosenstadt demnächst verlassen (wie berichteten).

Und so sieht der gemeinsame Antrag (mit hinführenden Erläuterungen) aus, den die Verwaltung nach Worten der Bürgermeisterin zügig bearbeiten will: „Da die Verhandlungen zum Eigentumsübergang des Gymnasiums vom Kreis Pinneberg an die Stadt Uetersen aufgrund des bisherigen Verfahrens keinen Abschluss in kürzester Zeit erwarten lassen, ist zur Vermeidung eines mehrjährigen Rechtsstreits sowie zur Planungssicherheit für Schule, Schüler, Lehrkräfte, Eltern, Verwaltung und Selbstverwaltung eine Alternative zu prüfen. Darüber hinaus sieht sich die Selbstverwaltung in der Verpflichtung, wirtschaftlichen Schaden von der Stadt abzuwenden, für den das vorliegende Gutachten über das Gebäude des LMG nicht unerhebliche Anhaltspunkte liefert. Die Verwaltung wird daher beauftragt, einen ‘Neubau Gymnasium’ zu prüfen und dabei folgende Schwerpunktthemen zu berücksichtigen: Möglicher Standort; Möglicher Zeitrahmen; Kosten; Finanzierung; Fördermöglichkeiten jeglicher Art wie Kreis, Land, Bund, EU und andere.

Der Prüfauftrag sollte auch die Kosten gegenüberstellen, die bei einer Übernahme des jetzigen Gebäudes in Bezug auf Sanierung, Barrierefreiheit, energetische Maßnahmen, Brandschutz (unter anderem) zu erwarten sind. Sowie die Kosten durch die Übernahme laut der zuletzt bestehenden Forderungen des Kreis Pinneberg. Der Selbstverwaltung ist auf Basis aller Ergebnisse ein Beschlussvorschlag vorzulegen.“

Andreas Stief, der den Antrag für die CDU erläuterte, scheiterte mit dem Versuch, auch mögliche Synergien in den Prüfantrag aufnehmen zu lassen. Insbesondere die BfB-Fraktion verweigerte dabei ihre Zustimmung. Der Antragstext „Für mögliche Synergien mit der Rosenstadtschule wie zum Beispiel Lehrerzimmerproblematik sind zwei Szenarien zu prüfen, alleiniger Neubau Gymnasium und Neubau unter Berücksichtigung der Rosenstadtschule“, wurde daher fallen gelassen. Der Stadtentwicklungs- und Bauausschuss tritt in vier Wochen erneut zusammen.

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erstellt am 17.Aug.2012 | 19:56 Uhr

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