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Mojo Club : „Livingston“ befreien sich selbst

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Band „Livingston“ hat bereits mit den größten Produzenten der Musikbranche zusammengearbeitet, doch noch nie waren die Musiker ihrer musikalischen Vision so nah, wie jetzt. Ohne den Einfluss von Dritten hat sich das Quartett im Dunstkreis Berlins in eine kleine Jägerhütte im Spreewald eingemietet, um ihren eigenen Sound zu finden.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2014 | 18:29 Uhr

Im Jahre 2008 zog es die britische Band aus London nach Berlin, um dort Musik zu machen. Schnell wurde die große Plattenfirma Universal Music auf die Band aufmerksam und es dauerte nicht mehr lange, bis ein Plattenvertrag zwischen „Livingston“ und einem der Giganten der Musikindustrie zustande gekommen ist. Das erste Album feierte große Erfolge, so erhielten die Musiker für ihr Werk zahlreiche Newcomer-Preise und auf zahlreichen Internetplattformen war der Name der band allgegenwärtig. Das zweite Album folgte zwei Jahre später, doch schon lange waren „Livingston“ nicht mehr auf dem musikalischen Weg, den sie eigentlich beschreiten wollten. Nachdem das Album bei Weitem nicht so gut ankam, wie das erste, einigte sich die Band darauf, sich von der Plattenfirma zu trennen und ab sofort nicht mehr die Musik zu schreiben und zu spielen, die die Plattenfirma hören möchte.

Viel mehr folgen die Bandmitglieder jetzt ihrem inneren Instinkt und schreiben die Songs nach ihrem eigenen Bauchgefühl. Keinen Tag länger sollten andere die musikalische Vision von „Livingston“ verfremden, woraufhin die Idee aufkam, das erste Album ohne ein Major-Label im Rücken in einer Jägerhütte im Spreewald aufzunehmen. Alles sollte in Eigenregie entstehen, angefangen beim Songwriting, bis zum Recording und anschließenden Mixing.

Das Album „Animal“ klingt wie ein Befreiungsschlag. „Livingston“ haben es geschafft, wahre Emotionen in ein Album zu stecken. Keiner der Songs trägt mehr den Anschein in sich, dem Anspruch einer großen Plattenfirma gerecht werden zu müssen.

Auch live wirken „Livingston“ seitdem wie befreit. Am Donnerstag, den 30. Oktober, gastiert die Band im Hamburger Mojo Club. Ab 21 Uhr rockt die Londoner Band mit der Wahlheimat Berlin die Location. Karten für die Veranstaltung gibt es im Vorverkauf zu einem Preis von 21 Euro.

Eine große Plattenfirma im Rücken zu haben, kann hilfreich sein. Manchmal ist jedoch auch genau das Gegenteil der Fall...

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