ToAll-Musikabend : Liederzyklus „Die schöne Müllerin“

Zur bereits neunten Veranstaltung in diesem Jahr lädt der multikulturelle Verein Tornescher Allerlei (ToAll) am Sonnabend, dem 27. Oktober, in die Veranstaltungsstätte POMM 91 ein. Im Mittelpunkt wird diesmal der Liederzyklus Op. 25, D. 795 „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert stehen. Gestalten werden den Abend der Tenor Steffen Wolf und die Pianistin Michi Komoto.

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08. Oktober 2012, 21:32 Uhr

Wie gewohnt beginnt der ToAll-Abend um 20 Uhr. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Der Kartenvorverkauf (eine Karte 10 Euro, an der Abendkasse 15 Euro) hat begonnen und läuft an den bekannten Vorverkaufsstellen in Tornesch im Fahrradladen Eisenross, bei Optiker Bade und im Zeitschriftenfachgeschäft Geisler. In Uetersen gibt es Karten im Tabakstübchen Jäger und in Pinneberg im Bücherwurm. Auch unter www.toall.de werden Kartenreservierungen entgegengenommen. Kinder und Jugendliche haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt. Der Verein ToAll hat zu dem Musikabend ein Programmheft aufgelegt, das auf 28 Seiten den 1823 von Franz Schubert für Singstimme und Klavier komponierten Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ beschreibt. Außerdem enthält das Programmheft sämtliche Liedtexte und Informationen zu den beiden Künstlern. Das Heft ist an der Abendkasse zum Preis von 4 Euro erhältlich.

Textbasis für den Liederzyklus ist die Gedichtsammlung „Die schöne Müllerin“ von Wilhelm Müller, die in den 1821 erschienenen „77 nachgelassenen Gedichten aus den Papieren eines reisenden Waldhornisten“ enthalten ist. Franz Schubert hat von den 25 Gedichten 20 vertont. Die vom Dichter Wilhelm Müller beabsichtigte Ironie im romantischen Sinne und der pessimistische Schluss wurden allerdings aufgehoben.

Der Inhalt bezieht sich biografischen Quellen und Briefen zufolge auf Müllers unerfüllte Liebe zu Luise Hensel und ist typisch romantisch. Die ersten Lieder des Zyklus sind freudig und vorwärts drängend komponiert. Der zweite Teil schlägt in Resignation, Wehmut und ohnmächtigen Zorn um und ähnelt in seiner Todessehnsucht dem zweiten großen vokalen Werk Schuberts, der Winterreise.

Erste Teile aus dem Liederzyklus wurden 1825 in Breslau aufgeführt, 1856 erfolgte die erste zyklische Aufführung in Wien. „Die schöne Müllerin“ wurde von großen Tenören und Baritonen, aber auch von Altstimmen interpretiert. Neben der „Winterreise“ gehört das Werk zu den Höhepunkten der Gattungen Liederzyklus und Kunstlied. In der Literatur diente das Werk immer wieder als motivische Vorlage wie im Roman „Der Schmetterlingsfänger“ von Sabine M. Gruber. Die Pianistin Michi Komoto tritt seit 2004 regelmäßig bei ToAll-Abenden auf. Sie begleitet diesmal den Tenor Steffen Wolf, in dessen künstlerischer Tätigkeit der Liedgesang einen wichtigen Platz einnimmt. Die drei großen Liederzyklen Schuberts stehen dabei besonders im Mittelpunkt.

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