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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 21:47 Uhr

Helgoland : Licht in der Grotte

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Heute soll auf der zum Kreis Pinneberg gehörenden Hochseeinsel Helgoland eine alte Tradition aufleben: Bis Anfang März werden jeweils am Freitag nach Sonnenuntergang die Felsgrotten erleuchtet. Das Spektakel Im Rahmen des „Helgoländer Hochseewinters“ war bis in die 1990er Jahre eine sommerliche Attraktion, schlief dann aber unter anderem wegen eines veränderten ökologischen Bewusstseins ein.

„Die Initiative ging von einem Helgoländer Hotelier aus, der historisch sehr bewandert ist“, sagte Tourismusdirektor Klaus Furtmeier. Finanziert wird das Projekt von der Inselwirtschaft. „Die Generalprobe war toll und lieferte fantastische Bilder“, sagte Furtmeier gestern im UeNa-Gespräch.

Ein Badearzt hat das Schauspiel um 1840 ersonnen, kurz nach Gründung des Seebades. Schon damals wurden besonders zerklüftete und romantische Teile der etwa 60 Meter hohen Steilküste nach Einbruch der Dunkelheit ausgeleuchtet. Zuletzt konnten die Besucher sogar mit Börtebooten zu einer Lampionfahrt aufbrechen, sich das bengalische Feuer von See aus betrachten.

Inzwischen geht die Insel andere Wege, auch mit Rücksicht auf die Natur. Weil der Felsen ein wichtiges Brutgebiet ist, werden Störungen in den Sommermonaten weitgehend vermieden. Folge: Das Spektakel findet nun in den Wintermonaten statt und trägt so dazu bei, Gästen auch außerhalb der Hochsaison die eine oder andere Attraktion anbieten zu können.

„De Karkjaar en siin Wüf“ heißen die Felsen an der Westseite der Insel, erreichbar über den (erleuchteten) Weg rechts am Leuchtturm vorbei. Von oben betrachten die Gäste das von einem Pyrotechniker ersonnene Beleuchtungskonzept, das etwa 15 bis 20 Minuten dauert und jeweils zwischen 17 und 18 Uhr beginnt.

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erstellt am 23.Jan.2014 | 17:54 Uhr

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