Kerzenleuchten : Licht begegnet tiefer Trauer

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Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 20000 Kinder und junge Erwachsene, weltweit sind es ein Vielfaches mehr. Überall bleiben trauernde Angehörige zurück.

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26. November 2012, 20:56 Uhr

Einmal im Jahr wollen Betroffene weltweit nicht nur den eigenen Kindern und Enkeln gedenken. Am jeweils 2. Sonntag im Dezember stellen seit vielen Jahren Betroffene rund um die ganze Welt um 19 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle binnen 24 Stunden die ganze Welt umrundet hat. Jedes Licht steht für das Wissen, dass die verlorenen und verstorbenen Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden. Das Licht steht aber auch für die Hoffnung, dass die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer in Dunkelheit hüllt. Das Licht versichert schließlich Solidarität untereinander.

Am weltweiten Kerzenleuchten beteiligt sich seit elf Jahren auch eine engagierte Uetersener Gruppe. Monika Friederich (Aktion Lebensrecht für Alle), Ute Dieterich, Hospizbewegung, und Silke Boenkendorf laden am 9. Dezember um 18.30 Uhr zu einer ökumenischen Andacht in die Erlöserkirche ein. Sie wollen dort Raum für die Trauer geben aber auch, gegen 19 Uhr, ein Licht der Hoffnung entzünden.

„Bewahrt und nicht vergessen“, so lautet in diesem Jahr das Motto, das sich an den 139. Psalm der Bibel anlehnt. Die drei Frauen freuen sich auf jeden, der kommt. Nach der Andacht besteht die Möglichkeit zum Gespräch.

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