Jugendbildungsstätte : Leuchtturm in neuem Heim

Rund 60 Gäste haben am Freitag mit dem Kreisjugendring die Wiedereröffnung der Jugendbildungsstätte in Barmstedt gefeiert. Unter ihnen waren die Vertreter des Kreisjugendrings, Landrat Oliver Stolz sowie Vertreter aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik.

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06. Januar 2012, 20:23 Uhr

Anlässlich der Neueröffnung wurde auch das Plenum, der große Tagungssaal der Bildungsstätte in „Peter-Klein-Saal“ umbenannt. Peter Klein war von 1982 bis 1988 Vorsitzender des Kreisjugendrings und hatte sich maßgeblich für die Interessen der Jugendlichen im Kreis Pinneberg eingesetzt. „Peter war ein Lebenskünstler und ein großer Kämpfer für die Jugendarbeit“, sagte Kreisjugendring-Geschäftsführer Ingo Waschkau. Klein war auch Ideengeber, Architekt und Leiter beim Umbau des Kreiskrankenhauses in Barmstedt zur heutigen Jugendbildungsstätte.

Landrat Oliver Stolz begann sein Grußwort mit den Worten: „Es gibt nur eines, was auf Dauer teurer ist als Bildung: nämlich keine Bildung“ und stellt die Bedeutung dieses Zitats von John F. Kennedy in den Mittelpunkt. Bildung sei mehr, als die Kinder und Jugendlichen in die Schulen zu schicken. Es sei heute wichtiger denn je, die jungen Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Hierzu leiste der Kreisjugendring eine hervorragende Arbeit. „Diese Jugendbildungsstätte ist nicht nur ein Leuchtturm für die Jugendarbeit im Kreis Pinneberg“, sagte Stolz und überreichte dem Vorsitzenden des Kreisjugendrings, Ingo Naujokat und Geschäftsführer Ingo Waschkau neben dem bei einem Einzug üblichen Mitbringsel Brot und Salz auch noch einen Leuchtturm, der fortan in der Jugendbildungsstätte stehen wird.

Die Jugendbildungsstätte war im vergangenen Jahr grundsaniert worden. Rund neun Monate hatte der Umbau gedauert und dabei 2,5 Millionen Euro gekostet. Ein Großteil der Investitionskosten wurde vom Kreis getragen, weitere Mittel kamen aus den Fördertöpfen der Europäischen Union und vom Land Schleswig-Holstein.

Insgesamt über drei Jahre dauerte die Umsetzung der Sanierung. Angefangen hatte 2009 alles mit einem kleinen Projekt, aus dem dann ein großes wurde. Allein schon die Vorbereitung der Finanzierung und die damit verbundene Suche nach möglichen Fördermitteln nahm ein Jahr der Zeit in Anspruch. Neun Monate wurde dann gebaut, geschraubt und gewerkelt. So gibt es nun einen barrierefreien Gruppenraum und barrierefreie Übernachtungsräume. Zudem wurde das Gebäude einer Kerndämmung unterzogen.

Die Fenster wurden umfassend erneuert. Dank der Unterstützung der Stadtwerke Barmstedt verfügt die Jugendbildungsstätte zudem über ein eigenes Blockheizkraftwerk. „Wir sind stolz, dass die energetische Sanierung weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus geht“, sagte Ingo Waschkau. Die Sanierung der Jugendbildungsstätte setzt auch Maßstäbe für die tägliche Arbeit des Kreisjugendrings. Dabei setzen die Verantwortlichen auf Nachhaltigkeit anstatt kurzfristiger Maßnahmen. Passend dazu führten Mitarbeiter der Jugendbildungsstätte einen Sketch vor, in dem der Weg einer Nordseekrabbe, die im Supermarkt günstiger zu kaufen ist als beim Händler vor Ort, nachgezeichnet wurde.

So zeichne sich das Produkt zwar preislich günstiger aus, der Schaden, den die Umwelt aber dabei nimmt, unter anderem durch den Transport, mache diese kurzfristige Ersparnis jedoch wieder wett.

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