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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 22:03 Uhr

SHMF 2013 : Leuchtende Juwelen im Rinderstall

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wieder ein strahlender Schleswig-Holstein Musik Festival Tag in Haseldorf, Gäste, die von dem Musikereignis begeistert, sich in dem Innenhof des Gutsgebäudes fröhlich austauschten und anschließend entrückt nach Hause schwebten, allerbestes Festival-Wetter und angenehme Temperaturen unter dem mächtigen Gebälk des Rinderstalles.

shz.de von
erstellt am 17.Jul.2013 | 22:31 Uhr

Und auch die Künstler mochten die bodenständige Herzlichkeit, die ihnen Gastgeber Udo Prinz von Schoenaich-Carolath-Schilden, seine vielen Haseldorfer Helfer, die hervorragende Küche des Haseldorfer Hofes entgegengebracht hatten und den tosenden Beifall des Publikums.

Die Musiker des Fabergé-Quintetts hatten allerdings auch Juwelen der Musikgeschichte abgeliefert und funkelnd präsentiert.

Die beiden Klavierquintette, das Klavierquintett in c-moll von Ralph Vaughan Williams (1872-1958) und das berühmte Quintett in A-Dur op. 114 D 667, viel besser bekannt als das „Forellenquintett“ von Franz Schubert werden gar nicht so häufig gespielt, da sie eine ungewöhnliche Besetzung aufweisen.

In dem Quintett wird statt der zweiten Geige ein Kontrabass eingesetzt. Und der sorgt bei beiden Stücken zusammen mit dem Violoncello für die ungeheure Klangfülle, das Volumen und die Tiefe beider Kompositionen.

Das Fabergé-Quintett besteht aus vier grundsoliden Musikern des renommierten und hoch gefeierten NDR-Sinfonieorchesters, dazu kommt – das Fabergé-Quintett arbeitet mit immer mal wieder wechselnden Pianisten - die sich bereits als Mozart-Expertin weltweit einen Namen gemacht hat.

Die hoch gewachsene eindrucksvolle Schönheit mit dem hüftlangen schwarzen Haar ließ vor allen Dingen beim Forellenquintett das Wasser in atemberaubender Geschwindigkeit nicht nur plätschern, sondern perlen und sogar schäumen. Rodrigo Reichel mit der Violine, Gerhard Sibbing mit der Viola, Sven Forsberg, Violoncello und Peter Schmidt, Kontrabass hoben das Forellenquintett in höhere Sphären und entfernten es wohl endgültig aus den gekratzten Aufführungen alter Schulerinnerungen. Beim anschließenden, bereits traditionellen Gastmahl, zu dem der Prinz als Hausherr die Künstler, besondere Freunde des Hauses, die Verantwortlichen vom Schleswig-Holstein Musik Festival und alle Helfer einlädt, geschah Ungewöhnliches. Nach der launigen Rede des Prinzen, der immer einen fröhlichen Streifzug durch die Geschichte seiner Familie unternimmt und die Bezug nehmend auf das aktuelle Konzert mit unterhaltsamen Döntjes spickt, stand Gerhard Sibbing vom Fabergé-Quintett auf und bedankte sich im Namen aller Künstler. Selten, ja eigentlich fast nie, hätten sie sich an einem Veranstaltungsort so wohlgefühlt und so herzliche Aufnahme gefunden wie in Haseldorf. Dafür dankte er.

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