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Aufgeschreckt : Leistungsprämien sind im Kreis Pinneberg die Regel

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Kreis Pinneberg nutzt die rechtlich erlaubte Möglichkeit, Prämien im Rahmen einer leistungsorientierten Bezahlung an Beamte und Angestellte auszuloben. In den vergangenen Jahren erhielten zwischen 95 und 97 Prozent der Beamten eine Prämie.

Den Rahmen hierfür hat der Kreis Pinneberg im Gegensatz zu vielen anderen Kreisen und Kommunen schon vor einigen Jahren festgelegt. So wurde bereits 2007 eine Dienstvereinbarung zwischen Landrat und Personalrat abgeschlossen. Zudem verabschiedete der Kreistag im April 2007 einen Beschluss über die Einbeziehung der Beamtinnen und Beamten in das System der leistungsorientierten Bezahlung und hebt sich damit positiv von den bekannt gewordenen Fällen ab, in denen Kreise und Kommunen einfach pauschal Sonderprämien an die Beamten der Verwaltung zahlte. Im Kreis Pinneberg gilt, dass leistungsorientierte Bezahlung vorrangig auf der Basis von Zielvereinbarungen aufzubauen ist. Hierbei können sowohl einzelne Vereinbarungen zwischen Leitung und einem einzigen Mitarbeiter abgeschlossen werden, zumeist werden aber Gruppenvereinbarungen getroffen. So könnte es beispielsweise bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern darum gehen, die Wartezeiten pro Kunde zu reduzieren. Wichtig ist, dass messbare Ziele vereinbart werden, die im Rahmen von Zielgesprächen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getroffen werden.

Um eine Gleichbehandlung von Angestellten und Beamten zu gewährleisten und damit eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung von Zielvereinbarungen zu schaffen, war der politische Beschluss aus dem Jahre 2007 notwendig. Maximal können Angestellte und Beamte der Kreisverwaltung derzeit 1,5 Prozent ihres Jahresgehalts erhalten. Im Haushalt werden hierfür jedes Jahr rund 300000 Euro eingeplant. Eine Zielvereinbarung, sei es für den Einzelnen oder eine Gruppe, enthält mindestens zwei Ziele und ist beschränkt auf maximal fünf Ziele pro Jahr. Diese Ziele können unterschiedlich gewichtet werden, wovon jedes Ziel mindestens zehn Prozent des Gesamtanteils trägt. Bei der Zielerfüllung wird unterschieden zwischen unterschiedlichen Stufen, die bis zu 125 Prozent des zu erfüllenden Zieles betragen kann. Hiermit erklärt sich auch die im Kreis Pinneberg hohe Erfolgsquote bei der leistungsorientierten Bezahlung.

Das Innenministerium in Kiel hatte beanstandet, dass in vielen Kreisen und Kommunen die Vorgabe, dass im Regelfall nur 15 Prozent der Beamten eine Prämie bekommen dürfen, nicht eingehalten wurde. Der Kreis Pinneberg hatte dieses Problem durch den erwähnten politischen Beschluss und die Möglichkeit der Gruppenprämien gelöst.

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erstellt am 13.Mär.2012 | 21:10 Uhr

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