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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 06:38 Uhr

Jubiläum : Leidenschaft treibt die Segler an

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ihr Hobby oder besser: ihre Leidenschaft ist ihnen viel wert. Sie investieren privates Geld und reichlich freie Zeit, um sich ein Refugium zu schaffen, in dem sie abschalten können. Dank seiner Mitglieder ist der Wassersport-Club Haseldorf (WSCHa) ein kerngesunder Verein, dessen Gründungstag sich am kommenden Sonnabend zum 40. Mal jährt. Damit beginnt ein spannendes Jubiläumsjahr.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2012 | 21:06 Uhr

Idyllisches Domizil der Wassersportler ist der Haseldorfer Hafen mit mehr als 100 Liegeplätzen mitten im Naturschutzgebiet und an einer der bedeutendsten Wasserstraßen Europas. Das Revier gilt unter Seglern als äußerst reizvoll, aber anspruchsvoll. Entsprechend begehrt ist eine Mitgliedschaft. Damit der Verein überschaubar bleibt und seinen familiären Charakter behält, können nur Haseldorfer, Haselauer und Hetlinger eintreten.

Das Konzept hat sich bewährt. 107 aktive Mitglieder, darunter 46 Jugendliche, sowie 114 Förderer schaffen einen soliden personellen Unterbau und stellen den Verein auf eine tragfähige wirtschaftliche Basis. Genau so dürften sich die 24 Herren das vorgestellt haben, die sich am 18. Februar 1972 „bei Lisbeth“ trafen, um nicht nur einen Wassersportverein zu gründen, sondern auch gleich die Umsetzung eines ehrgeizigen Planes zu verfolgen. Sie wollten einen modernen Hafen für ihre gemeinsame Freizeitgestaltung! Dass sie 1976 die Genehmigung für eine 30 Meter breite Anlage am heutigen Standort bekamen, darf getrost als der größte Glücksfall in der Geschichte des Vereins bezeichnet werden. Die Mitglieder gingen damit allerdings eine enorme Verpflichtung ein, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Um den Hafen instand zu halten, bedarf es Eigenleistungen in erheblichem Umfang.

Die Hafenanlage zu pflegen, ist aufwendig. Regelmäßig muss der Schlick aus dem Hafenbecken entfernt werden, damit es nicht verlandet. 2001 schaffte der Vorstand deshalb ein Entschlickungsboot an. Das spart zwar Kosten, ist aber nicht ganz leicht zu bedienen. Immer braucht es jemanden, der sich mit dem speziellen Gerät vertraut macht. Die Stege und Schlengel müssen kontrolliert, ausgebessert und im Bedarfsfall sogar komplett erneuert werden. Dazu kommt die Arbeit an den eigenen Booten. Und die an der neuen Halle am alten Hafen in Haseldorf. 1980 pachtete der Verein die alte Bootswerft Schwartz, kaufte die Gebäude später, riss Teile davon ein und baute an der Stelle eine neue Halle. Eröffnet wurde sie 2009. Möglich ist das alles nur, weil die Mitglieder immer wieder bereit sind, mit ihrem Kapital große Projekte zu finanzieren.

Und sie engagieren sich für ihren Verein in einem bewundernswerten Umfang und machen ihn dadurch zu einem der erfolgreichsten in der Umgebung. Und daran hat auch die Jugend einen erheblichen Anteil.

Jugendliche Skipper: Die Jugendarbeit bildet einen Schwerpunkt im WSCHa. Schon unmittelbar nach der Vereinsgründung begannen die Vorbereitungen, auch dem segelbegeisterten Nachwuchs eine Heimat zu schaffen. Ein Konzept gab es dafür lange nicht, wohl aber viel Herzblut und Engagement, mit denen der Nachwuchs geschult und an den Verein gebunden wurde.

1976 gab der damalige Jugendwart der pädagogischen Arbeit eine feste Struktur, was auch durch die Anschaffung von vier vereinseigenen Optis möglich wurde. Bis dahin nutzten die Jugendlichen ein privates Boot. Heute gehört ihnen eine komplette Flotte, bestehend aus mehreren Optis, Piraten (eine wendige Jugendjolle) und sogar einem Jugendwanderkutter, mit dem mehrtägige Fahrten unternommen werden. Sie haben ausreichend Platz, um ihre Versammlungen abzuhalten oder auch mal ein Schiff zu reparieren. Die intensive Arbeit trägt längst Früchte, aus den kleinen Skippern werden oft ambitionierte Seeleute, die mit ihren Booten die Weltmeere bereisen, manchmal sogar ihren Traum vom Leben auf dem Wasser verwirklichen.

Und natürlich werden die Jugendlichen den Geburtstag ihres Vereins mitfeiern. Los geht es am Sonnabend mit einem Empfang ausschließlich für geladene Gäste. Weiterer Höhepunkt wird die öffentliche Jubiläumsfeier am 9. Juni in der Bootshalle. Geplant sind außerdem eine Geschwaderfahrt im Rahmen des Ansegelns und eine Wettfahrt am Ende der Saison.

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