Uena-Expertentelefon : Leiden auch Sie unter dauerhaften Schlafstörungen?

Kennen Sie das? Den ganzen Tag Stress und Hektik. Nachts wälzen Sie sich hin und her, liegen stundenlang wach und grübeln über Ihre Arbeit und Ihr Leben nach. An erholsamen Schlaf ist nicht zu denken. Fünf Millionen Menschen in Deutschland klagen über schwerwiegende Schlafstörungen. Manche schlafen nicht ein, andere wachen nach wenigen Stunden mitten in der Nacht auf und können nicht wieder einschlafen, wie „gerädert“ quälen sie sich am Morgen zur Arbeit.

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18. Februar 2013, 21:11 Uhr

In der nächsten Nacht beginnt das gleiche „Spiel“. Beim UeNa-Expertentelefon am Donnerstag und im Chat können Betroffene ihre Fragen zum Thema Schlaf loswerden. Bei vielen Menschen kommt es gelegentlich vor, dass sie unruhige Nächte haben. Gewöhnlich finden die meisten nach kurzer Zeit wieder in den gewohnten Schlafrhythmus zurück. Werden die Schlafstörungen allerdings chronisch, sollte den Auslösern unbedingt nachgegangen werden. Denn ein gesunder und erholsamer Schlaf, der nicht unterbrochen wird, ist für die Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden unerlässlich. Störungen des Nachtschlafs und anhaltender Schlafmangel mindern die Konzentrationsfähigkeit und führen zu dauerhafter Tagesmüdigkeit, die der Gesundheit schaden können.

Oftmals können ganz banale Tipps zur „Schlafhygiene“ dazu beitragen, nachts wieder die nötige Erholung zu finden. Schwerwiegendere Gründe für Schlaflosigkeit können aber beispielsweise Stress im Job oder über einen längeren Zeitraum erlebtes Mobbing sein. Bei letzterem Personenkreis kann es zu Motivationslosigkeit am Arbeitsplatz bis hin zu schwerwiegenden Ängsten – und eben Schlaflosigkeit kommen.

Psychischer Stress im Beruf kann also zu Schlafstörungen und Depressionen führen. Im schlimmsten Fall wird das psychische Leiden chronisch und der Arbeitnehmer kann unter Umständen sogar seinen Beruf nicht mehr ausüben. Vom Staat gibt es dann meist nur eine minimale Unterstützung, die sich oft auf Hartz-IV-Niveau bewegt und somit nur eine Grundversorgung darstellt.

Das Risiko, berufsunfähig zu werden, sollte nicht unterschätzt werden: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrifft dies etwa jeden fünften Arbeitnehmer in Deutschland. Welche Formen und Ursachen von Schlafstörungen gibt es, wie kann man Symptome erkennen? Welche gesundheitlichen Schäden drohen bei lang anhaltenden Schlafstörungen? Woran erkenne ich, ob mein Berufsalltag für psychische Probleme und Schlaflosigkeit verantwortlich ist? Welche Warnzeichen deuten darauf hin, dass der Stress überhand genommen hat? Welche Techniken können helfen, um wieder zur inneren Ruhe zu kommen? Wie finde ich zurück in den Schlaf, wenn ich nachts aufwache? Warum sollte man möglichst früh etwas gegen innere Anspannung und Schlafstörungen tun? Kann man im Schlaflabor Schlafstörungen auf die Spur kommen? Wie kann man sich im Härtefall gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit schützen? Diese und alle anderen wichtigen Fragen rund um das Thema „Schlafstörungen“ beantworten mehrere Experten am 21. Februar. Am Telefon und im Chat sind anwesend: Prof. Dr. phil. Egon Stephan, Direktor der Schlafambulanz am Psychologischen Institut der Universität zu Köln. Leiter von Kursen zur Behandlung von Schlafstörungen, die u. a. stressbedingt sind.

Dr. med. Lennart Knaack, Arzt und Somnologe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), seit 2011 Mitinhaber von „Intersom“ – Zentrum für Schlafmedizin & Schlafforschung – in Köln.

Christoph Andersch, Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Thea Herold, Mitbegründerin der Schlafakademie Berlin. Sie arbeitet als freie Autorin (Buch „Der Schlafquotient“, Verlag Hoffmann und Campe) und langjährige Dozentin mit Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin.

Rufen Sie am Donnerstag an. Holen Sie sich Ihren persönlichen Expertenrat von 10 bis 16 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800/0007732. Oder reichen Sie Ihre Fragen ein: Ab 10 Uhr unter www.experten-im-chat.de. Die Antworten können dort in der Zeit von 17 bis 19 Uhr gelesen werden.

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