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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 17:12 Uhr

Fußball : Leid und Freud für Jopp

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Alle Gefühlswelten, die der Fußball allgemein und die Trainertätigkeit im Speziellen zu bieten haben, durchlebte Ingo Jopp am Mittwochabend. Deshalb wusste er auch nicht so richtig, wie er das 3:3-Unentschieden seiner 1. Herren des TSV Heist im Kreisklassen-Nachholspiel bei Holsatia/Elmshorner MTV II einstufen sollte: „Ich bin hin- und hergerissen“, so Jopp, der nach langem Ringen folgendes Fazit zog: „Aufgrund der Anfangsphase war es ein gewonnener Punkt, aber nach dem Verlauf der zweiten Hälfte haben wir zwei Zähler verloren!“

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2016 | 19:53 Uhr

In den ersten 20 Minuten waren die „Heistmer Jungs“ an der Kaltenweide „überhaupt nicht auf dem Platz“, wie Jopp es ausdrückte. So brachte Denis Muja die Hausherren nach einem einfachen Pass freistehend vor TSV-Torwart Mike Imbeck in Führung (11.). Als es gleich drei Gäste-Akteure versäumten, einen Eckstoß zu klären, und erneut Muja den Abpraller zum 2:0 versenkte (21.), beschlich Jopp ein schlechtes Gefühl: „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Befürchtung, dass wir bis zur Pause fünf oder sechs Gegentore kassieren!“

Doch das 2:0 war ein Weckruf für die Heistmer, die kurz darauf zum Anschlusstreffer kamen: Als sich Marc Richert halblinks gegen vier Holsaten durchgesetzt und quergespielt hatte, musste Heiko Jedamski nur noch seinen Fuß hinhalten und es stand 2:1 (23.). „Danach sind wir über den Kampf ins Spiel gekommen und waren fortan klar besser“, berichtete Jopp. Bis zur Pause hätten die Gäste mindestens ausgleichen können, doch Hauke Suhl (27.), Simon Reinecke (37.) und Richert (43.) scheiterten. Dieser Chancenwucher setzte sich nach der Pause fort: Jedamski (49.), Richert (53.) und Jan-Luca Bruckmann (57.) vergaben beste Gelegenheiten.

Erst in der 82. Minute gelang der erlösende und hochverdiente Ausgleich: Als Holsatia-Torwart Lars Schönhoff einen Ball schlecht geklärt hatte, eroberte Lorenzo Prange diesen und fand mit einem Querpass Bruckmann, der aus 15 Metern zum 2:2 vollendete. Nur fünf Minuten später kam es noch besser für die Heistmer und Richert schob nach einem Bruckmann-Pass an Schönhoff vorbei zum 2:3 ein. Doch in der Nachspielzeit nutzte Maximilian Peldszus eine Elmshorner Rechtsflanke per Kopf zum 3:3-Endstand.

„Ich bin stolz auf den Charakter meiner Mannschaft, die das Spiel zwischenzeitlich gedreht und eine großartige Moral gezeigt hat“, betonte Jopp, der nur ein Manko fand: „Wir hätten bei unseren guten Chancen in der zweiten Halbzeit den Sack zumachen müssen!“ Unschön war, dass nach einer Gelb-Roten Karte gegen die Holsaten (70.) auch noch zwei Heistmer eine Einzelstrafe bekamen: Marc Richert sah wegen Foulspiels sowie Meckerns „Gelb-Rot“ (91.) und Jedamski nach dem Abpfiff wegen Meckerns glatt „Rot“.

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