Haus Peters : Leichte „Nordseeluft“

4462187_800x518_55ba4a03d2d19.jpg
1 von 3

Auf dem Weg zur Nordsee, Richtung St. Peter, liegt das reizende Dorf Tetenbüll mit Kirche und „Haus Peters“ – dem historischen Kaufmannsladen von 1820. Der Backsteinbau beherbergte den Laden von Ehepaar Paul und Luise Peters. Im Jahr 1988 kaufte die Gemeinde Tetenbüll das Haus und es entstand ein Museum der besonderen Art. 1991 wurde der Förderverein Haus Peters e. V. gegründet und das Gebäude in ein kulturelles Zentrum Eiderstedts und Nordfrieslands umgewandelt. In liebevoller Kleinarbeit wurde das Interieur des Ladens restauriert. Heute dient der Verkaufsraum dem Verkauf schöner Produkte und in den umliegenden Zimmern finden anspruchsvolle Ausstellungen statt.

shz.de von
30. Juli 2015, 17:57 Uhr

Unter dem Dach befinden sind neben Ausstellungsräumen auch das „Horst Janssen Zimmer“ und Sammlungen des Fotografen Theodor Möllers. Die Museumsleiterin Dr. Kathrin Schäfer organisiert und betreut die Ausstellungen. Wie im Juli, wo sie in die aktuelle sommerlich-leichte Ausstellung „Nordseeluft“ von Susanne Wind einführte. Dichtgedrängt standen die Besucher in der Diele und lauschten ihren Worten.

Bereits 2011 hatte die Malerin Susanne Wind hier ausgestellt und nun wieder. Motive der nordfriesischen Küste und der Inseln sind auf den großformatigen Bildern zu sehen, die das Auge automatisch anziehen und nicht mehr loslassen. Man kann den frischen Wind, die salzige Luft und das Wellenrauschen geradezu fühlen, so lebendig, stimmungsvoll und nah sind die scheinbar unspektakulären Motive der Künstlerin. Sie ist die „Malerin der Nordseeküste“ die sie liebt und eindrucksvoll auf Leinwand bannt. Frau Wind findet hier ihre Inspiration zum Malen und meint, dass die Nordseeküste für sie eine „unendliche Quelle von Stimmungen“ ist, die sie einfängt und dass dazu Wasser, Himmel und Strand gehören, versteht sich von selbst.

Ebenso wie die Küstenbewohner, Straßen und Dörfer, ihre Motive sind, mag sie Kinder. Dabei bleibt die Malerin eine „stille Beobachterin. Sie beobachtet – bewertet nicht. Die Künstlerin erlebt die Inseln Sylt, Amrum und Pellworm aus ihrem Blickwinkel und fotografiert, um dann davon zu malen. Ihre Maltechnik ist fast von „altmeisterlicher Manier“ und so erklärte sie bei der Eröffnung bereitwillig, wie sie mit Leinöl, Terpentin, Ei u. a. Substanzen Eitempera herstellt, mit der Malfarbe arbeitet sie bevorzugt.

Die Künstlerin studierte in Hamburg Malerei und malte viele Jahre pleinair. Erst als sie in die USA übersiedelte, zog es sie ins Atelier. Seit 2003 lebt Susanne Wind wieder in ihrer Heimatstadt Hamburg. Eingeladen wird zum „Bunten Wochenende“ im Haus Peters mit Kunsthandwerk, Musik und Puppenspiel. Am 1. und 2. August ist jeweils bis 20 Uhr geöffnet, damit der Besucher im historischen Bauerngarten den Tag genüsslich ausklingen lassen kann. Die Ausstellung in der Dörpstraat 16, ist bis zum 4. Oktober, di.-so. 11-18 Uhr geöffnet. Am 13. 9 findet am „Tag des offenen Denkmals“ ein Künstlergespräch um 15 Uhr statt. Eintritt frei. http:www.hauspeters.info

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert