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Esinger Feuerwehr : Leicht gewachsen, stark gefordert

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auf immer mehr Schultern kann die Freiwillige Feuerwehr Esingen ihre Arbeit verteilen. Sie wuchs 2012 um vier auf 62 Mitglieder an. Zwei weitere Kameraden traten ihr während der Jahreshauptversammlung am Freitag bei: Paula Stümer und Pascal Stahr wechselten aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Truppe.

Die Esinger Brandschützer waren 2012 stark gefordert. 86-mal rückten sie aus. Nach 88 Einsätzen im Vorjahr blieb das Pensum damit nahezu konstant. Aufsehen erregte eine Serie von Brandstiftungen im August. In drei aufeinanderfolgenden Nächten gingen Pkw in Flammen auf, erst am Riedweg, dann am Fritz-Reuter-Weg. Besonders gefährlich wurde das Feuer an der Friedensallee. Die Flammen schlugen an einer Hauswand bis zum Obergeschoss hoch, in dem ein Kind schlief. Die Kräfte brachten die Brände zwar unter Kontrolle. Aufgeklärt wurde die Serie aber nicht.

Polizeihauptkommissar Hans Otto Cranz berichtete: „Wir haben über Wochen mit sehr vielen Leuten nachts in Tornesch gesessen, sowohl in Uniform als auch in zivil.“ In der Stadt habe damals die landesweit höchste Polizeidichte geherrscht. „Die Serie ging dadurch zu Ende. Das ist toll. Schade, dass man dadurch den Täter nicht ermitteln konnte“, so Cranz.

Ein Brennpunkt war die Pommernstraße. Fünfmal rückten die Esinger wegen Küchenbränden zu den Hochhäusern aus, berichtete der stellvertretende Wehrführer Marcus Rohwedder. „Es war immer sehr glimpflich, da wir schnell da waren. Aber wir sollten das im Auge behalten“, sagte er. Der größte Brand brach im Januar in Ahrenlohe im Bunker der Müllverbrennungsanlage aus. 33 Esinger Einsatzkräfte unterstützten etwa ebenso viel Mitglieder der Ahrenloher Wehr. Erfreulicher Höhepunkt des Jahres war die Erweiterung der Esinger Feuerwache. Für etwa 1,48 Millionen Euro errichtete die Stadt eine Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen und einen Sozialtrakt.

Wehrführer Günther Pieper dankte Verwaltung und Politik. „Wir haben jetzt vernünftig Platz in der Wache. Das macht richtig Spaß“, sagte er. Zudem erhielten die Esinger einen Mannschaftstransport- und einen Gerätewagen. Von einem neuen Löschverfahren berichtete die Ausbilderin Wiebke Thönißen. Bisher bekämpft die Feuerwehr Brände in Gebäuden mit Wasserimpulsen.

Die sogenannte Shark-Technique sieht dagegen den Einsatz eines breitgefächerten Strahls vor, der aus der Senkrechten langsam geneigt wird. Sie wird das Verfahren im April in Schweden trainieren und dann ihre Kameraden darin ausbilden. In den Vorstand wurden Tobias Herrmann als Leiter der zweiten Gruppe, Sascha Gruntmann als sein Stellvertreter und Ralf Paustian als Chef des dritten Gruppe gewählt. Weitere Infos unter www.feuerwehr-tornesch-esingen.de.

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erstellt am 27.Jan.2013 | 19:27 Uhr

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