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Feuerwehr Esingen : Leere Akkus führen zu Einsatzrekord

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Leere Batterien in privaten Rauchwarnmeldern halten die Feuerwehren zunehmend auf Trab und belasten die Stadtkassen. Bei den Esinger Brandschützern verdoppelte sich 2014 die Zahl der Fehlalarme durch Brandmelder von 15 auf 31 Einsätze.

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2016 | 21:43 Uhr

„Zu 99 Prozent ist die Batterie leer“, sagte der Wehrführer Günther Pieper am Rande der Jahreshauptversammlung. Schlägt das Gerät Alarm, während die Bewohner nicht zu Hause sind, rufen die Nachbarn zurecht die Feuerwehr. „Wir retten auch Menschenleben dadurch“, betonte der stellvertretende Kreiswehrführer Stefan Mohr. Ohne die Rauchmelder gäbe es mehr Schwerverletzte und Tote zu beklagen. Trotzdem stellte Bürgermeister Roland Krügel fest: „Diese Fehlalarme werden langsam ein bisschen ärgerlich.“ Immerhin werden diese Einsätze in Privathaushalten aus der Stadtkasse bezahlt. Pieper: „Wenn wir anfangen würden, Gebühren für Fehlalarme bei privaten Rauchmeldern zu nehmen, würden die Leute sie abschaffen.“ Betriebe dagegen müssen derartige Einsätze selbst zahlen. Sie sind aber auch dazu verpflichtet, Melder einzubauen, die im Ernstfall einen anderen Alarmton anschlagen als bei leerem Batteriestand.

Um 28 Prozent nahmen die technischen Hilfeleistungen zu. Insgesamt stieg die Zahl der Einsätze während des vergangenen Jahres um 30 Prozent auf 133. „Das ist nicht ungewöhnlich“, sagte Pieper. Einen Grund dafür sieht er auch in dem Wachstum der Stadt. Allerdings muss die zunehmende Arbeit von derselben Anzahl an Kameraden bewältigt werden. Die Wehr wuchs nach sechs Abgängen und sieben Aufnahmen um nur eine Person auf 65 Mitglieder. Mehr als neun Prozent davon sind Frauen. Bei der Jugendfeuerwehr liegt der Anteil an Mädchen sogar bei 20 Prozent. Sie hielt ihren Mitgliederbestand bei 24 Jugendlichen. Bald soll ein Kamerad aus Ellerhoop dazustoßen.

Erfreuliches hatte der Sicherheitswart Michael Stahl zu berichten: Erstmals in seiner elfjährigen Laufbahn ereignete sich in der aktiven Wehr ein Jahr lang kein meldepflichtiger Unfall. Allerdings wurde ein Mitglied der Jugendfeuerwehr bei einer Übung auf einem Bauernhof von einem Hund gebissen.

Thomas Ueckert gab nach 18 Jahren das Amt des Schriftführers und Pressewarts ab. Als Nachfolger wurde einstimmig Ralf Diedrichsen gewählt. Marc Hinz wurde als Führer der ersten Gruppe bestätigt. Jan Rosenthal wurde zum stellvertretenden Führer der vierten Gruppe bestimmt. Er hatte das Amt bereits kommissarisch geführt. Hans Joachim Mölln wurde zweiter Zugführer und Michael Mölln stellvertretender Kassenwart.

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