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Erinnerung : Lebendig bleibt, was im Museum steht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dieses Fest hatte alles, was man für ein echtes Vergnügen braucht: gutes Wetter, ein tolles Angebot, nette Leute und viel, viel Charme: Gestern hat der Holmer Heimatverein sein 15-jähriges Bestehen und den zehnten Geburtstag des Museums mit zahlreichen Demonstrationen alter Handwerkskunst und einem abwechslungsreichen Spielangebot für Kinder gefeiert.

Vor allem einer musste an dem Tag viele Hände schütteln und nahm eine Menge Glückwünsche entgegen: Johannes Paulsen, Unternehmer im Ruhestand, Vereins- und Museumsgründer. Er erinnerte sich gestern zusammen mit langjährigen Weggefährten an den Beginn der Planungen 1999, die Bauarbeiten am Museum von 2001 bis 2004 und die ungezählten (ehrenamtlichen) Arbeitsstunden.

Er sei, räumte Paulsen gestern ein, in dieser Zeit absolut an seine Grenze gegangen, aber bereut habe er die Entscheidung, sich für das Projekt einzusetzen, nie. „Man braucht einfach jemanden, der die Ideen entwickelt, der plant und dann auch bereit ist, die Planungen umzusetzen“, sagte er. Aber auch jemanden, der in der Lage sei, ein Netzwerk aufzubauen und die Kontakte zu nutzen.

Heute profitiert von diesem Engagement die ganze Gemeinde, wofür nicht zuletzt das Museumsfest ein glänzender Beweis war. Die Organisatoren beeindruckten die Besucher mit einer ganzen Reihe von Überraschungen, zu denen auch der Stand von Renate Herrmann und Marianne Ladiges gehörte.

Die beiden Damen verkauften Förtchen (auch Ochsenaugen oder Pfannkuchen genannt), eine traditionelle norddeutsche Spezialität, die sie zwar auf einer modernen E-Herdplatte, aber in historischen Förtchenpfannen zubereiteten. Im Museum hatte Maren Groth ihren Kaufmannsladen eröffnet. Auf dem historischen Mobiliar platzierte sie allerlei Süßes in alten Gläsern und Schälchen, was vor allem bei Kindern großen Anklang fand. Abgewogen wurden die Leckereien, die es wie früher stückweise zu kaufen gab, auf einer alten Waage.

Jürgen Walter hatte die alte Schusterwerkstatt in Gang gesetzt, reparierte modernes Schuhwerk, das ihm seine Tochter zu diesem Zweck überlassen hatte. Und im Obergeschoss saß Birgit Wesselmann und sponn Wolle mit einem alten Spinnrad aus der Zeit um 1920.

Auf dem Außengelände boten die Bandreißer ihre Waren an, gab es Honig vom Imker und Hausmacher-Marmelade, außerdem Stockbrot und eine große Treckerschau mit Landmaschinen, die zum Teil 100 Jahre und mehr auf dem Buckel haben.

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erstellt am 18.Mai.2014 | 19:46 Uhr

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