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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 16:18 Uhr

Leserservice : Leben mit Prostatakrebs

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Etwa 65000 Männer erhalten jährlich die Diagnose, dass sie an einem Prostatakarzinom leiden. Es ist die häufigste Tumorerkrankung bei Männern überhaupt. Mediziner sagen, dass, wenn der Krebs frühzeitig festgestellt wird, gute Prognosen für eine erfolgreiche Behandlung bestehen. Doch viele Betroffene gehen erst zum Arzt, wenn sie Beschwerden haben. Dann allerdings kann der Tumor bereits weit fortgeschritten und wertvolle Zeit für die Therapie verloren sein.

Anlässlich des Weltmännertags 2015 beantworten Fachärzte für Urologie heute am UeNa-Leser- telefon alle Fragen zum Thema Prostatakrebs – vertraulich und auf Wunsch anonym.

„Aber ich habe überhaupt nichts davon bemerkt…“, so reagieren viele Männer auf die Diagnose Prostatakrebs. Und bringen damit auf den Punkt, warum viele Fälle von Prostatakrebs erst spät erkannt werden: Es gibt keine typischen Symptome, die auf ein Prostatakarzinom hindeuten. So kann sich der Krebs über Jahre hinweg unbemerkt entwickeln. Um Veränderungen an der Prostata so früh wie möglich zu entdecken, sollte jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen – bei erblicher Vorbelastung bereits ab dem 35. Lebensjahr.

Eine Prostata-Krebserkrankung bedeutet für die betroffenen Männer immer eine körperliche und seelische Belastung. Doch die Chancen, trotz der Erkrankung ein erfülltes und aktives Leben zu führen, stehen gut – einschließlich Partnerschaft, Sport, Reisen und Hobbys. Entscheidend dafür ist ein ganzheitlicher Therapieansatz, in den der Einsatz moderner Medikamente ebenso eingebettet ist wie die Mobilisierung von Kraft- und Motivationsreserven.

Dreh- und Angelpunkt ist dabei ein vertrauensvolles Verhältnis von Patient und Arzt. Mut macht vielen Männern zudem der Austausch in Selbsthilfegruppen: Die Begegnung mit anderen Betroffenen motiviert, selbst aktiv zu werden. Und Sie schafft neue Perspektiven für ein Leben mit – und trotz – Prostatakrebs.

Vorsorge, Diagnose, Behandlung und Lebensqualität – Prostatakrebs umfasst eine große Bandbreite von Fragen: Wie verläuft eine Vorsorgeuntersuchung? Welche Bedeutung hat die Bestimmung des PSA-Werts und muss ich die Kosten dafür selbst tragen? Wann ist welche Therapie die richtige und mit welchen möglichen Folgeerscheinungen muss ich rechnen?

Welche Nebenwirkungen kann eine Hormontherapie haben? Wie bereite ich mich auf die Zeit nach der Operation vor? Kann ich trotz der Erkrankung weiter Sport treiben? Wo finde ich Kontakt zu anderen Betroffenen? UeNa-Leser haben heute die Möglichkeit, sich ausführlich beraten und informieren zu lassen und das bequem vom heimischen Telefon aus. Wer in der Zeit von 10 bis 17 Uhr unter der Hotline 08 00 / 09092 90 anruft, kann sich mit folgenden Experten verbinden lassen: * Dr. med. Eva Hellmis; Fachärztin für Urologie, Urologikum Duisburg, * Dr. med. Jörg Klier; Facharzt für Urologie, Andrologie, medikamentöse Tumortherapie, Palliativmedizin, zugelassen als onkologisch verantwortlicher Arzt, UPK Urologische Partnerschaft Köln, * Dr. med. Philipp Lossin; Facharzt für Urologie, Andrologie und medikamentöse Tumortherapie, Bonn-Bad Godesberg und * Dr. med. Reza Alamdar; Facharzt für Urologie, Medizinische Tumortherapie, Andrologie, SiegburgMed – Facharztzentrum Rhein-Sieg, Siegburg. Er beantwortet Fragen auch in persischer Sprache.

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erstellt am 04.Nov.2015 | 20:53 Uhr

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