Kommunalwahl : Langsam entwickeln und wachsen

Kleines Dorf mit großer Besonderheit: Seit Jahrzehnten entscheiden sich die Bürger Groß Nordendes während einer Kommunalwahl nicht etwa für eine Partei, sondern für eine Wählergemeinschaft. Nun hat die Gemeinschaft unabhängiger Bürger (GuB’82), vor der Alten Kommunalen Wählergemeinschaft (AKWG) seit fünf Jahren stärkste Fraktion, den Wahlkampf eröffnet und die Liste vorgestellt. Die zwölf Plätze teilen sich Kommunalpolitprofis mit Neueinsteigern, die Frauenquote beträgt 50 Prozent.

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12. April 2013, 21:22 Uhr

Vor allem setzt die GuB auf Bürgermeisterin Ute Ehmke, die vor fünf Jahren den Regierungswechsel möglich machte und wieder auf dem ersten Listenplatz kandidiert. Damals holte ihre Wählergemeinschaft einen Sitz mehr als die AKWG (5:4). Dabei soll es auch bleiben, die Mehrheit vielleicht sogar noch ausgebaut werden. „Wir möchten unsere erfolgreiche Politik fortsetzen“, sagte Klaus Wedde, GuB-Finanzexperte und auf Listenplatz 3. Dafür sei Ute Ehmke genau die richtige, ist sich Peter Hormann, Vorsitzender und Kandidat für Listenplatz 2, sicher. „Sie steht für zeitgemäßes politisches Denken“, sagte er. Die Bürgermeisterin indes setzt auf das gesamte Team, zu dem auf den Listenplätzen vier bis zwölf auch Hartmut Sieloff, Ulrike Kühl, Hanja Richter, Dana Hoch, Sven Sommer, Claudia Sommer, Holger Beckmann, Christiane Wedde und Torsten Kühl gehören. Sie haben sich vor allem den Erhalt der kommunalen Eigenständigkeit auf die Fahnen geschrieben, setzen entgegen der Landespläne auf kleinere Verwaltungseinheiten. „Im Schulterschluss mit den benachbarten Gemeinden und mithilfe persönlicher Kontakte zu Landespolitikern“, erklärt Hormann, möchten sie dieses Ziel erreichen.

„Wir wollen weiter in die Lebensqualität in unserem Dorf investieren, und dazu gehört auch die Eigenständigkeit“, so Hormann. Ebenso wie eine maßvolle Ausgabenpolitik, die unter anderem auf Erhalt und Pflege gemeindlicher Einrichtungen zielt (Sanierung und Renovierung von Dorfgemeinschaftshaus, ehemaliger Schule und historischem Feuerwehrgerätehaus). Im Blickpunkt dabei: Kinder, Jugendliche und Familien. Der Fortbestand von Kindergarten und Jugendraum ist für Ute Ehmke ebenso wenig verhandelbar wie der Ausbau der Schulwegsicherung mit besserer Beleuchtung im Außenbereich und der Erhalt der Schulbusregelung. „Außerdem wird sich die Gemeinde dem Breitband-Zweckverband anschließen, sobald er gegründet ist“, sagte die Bürgermeisterin.

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