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Großer Andrang : Lange Nacht der Industrie: 600 Gäste landesweit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ihr Blick wandert an der Fassade der Fertigungshalle entlang. „Nur Firmen angucken – ist das die Lange Nacht der Industrie?“, fragt ungläubig eine Frau, nachdem sie in klirrender Kälte auf den Hof der Barmstedter Schraubenfabrik Dreh-Norm spaziert ist.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2012 | 21:53 Uhr

Einfach Firmen angucken: Das wollten am Donnerstagabend rund 600 Menschen in Schleswig-Holstein. Etwa 300 brachen vom Elmshorner Hafen aus mit sechs Bussen zu sechs Unternehmen in den Kreisen Pinneberg und Steinburg auf. Unter anderem fuhren sie den Lebensmittelhersteller Kraft Foods in Elmshorn, die Firma Dreh-Norm sowie den Quickborner Maschinen- und Anlagenbauer SMB an. 300 weitere Teilnehmer starteten von Neumünster und Kiel aus zu Besichtigungen in acht Firmen. Jeder Besucher lernte an diesem Abend zwei Betriebe kennen.

Der große Andrang bei der ersten Langen Nacht der Industrie in Schleswig-Holstein stellte Dr. Paul Raab, Leiter der Industrie- und Handelskammer (IHK)-Zweigstelle in Elmshorn, sehr zufrieden. „Wir haben mit dem ersten Aufschlag direkt einen Erfolg gelandet. Das zeigt das Interesse der Leute an der Industrie hier in der Region“, sagte er bei der Begrüßung der Teilnehmer am Hafen.

Aber nicht nur Neugier bewegte viele Menschen zur Teilnahme. Diplom-Kauffrau Heidi Schäfer aus Hohenweststedt hörte von steigendem Personalbedarf in der Industrie. „Da ich nach neuen Herausforderungen suche, schaue ich mir das mal an“, sagte sie. Lars Andersek aus Halstenbek möchte im Herbst eine Ausbildung beginnen. Bei der Tour wollte sich der 19-Jährige informieren.

Der hohe Bedarf an Nachwuchskräften war für die Firma Dreh-Norm ein wesentlicher Grund, auch ihr Werkstor für Besucher zu öffnen. „Wir nehmen teil, weil wir immer sehr viele junge Leute suchen“, sagte Patrizia Sztanka, die in dem Betrieb den Praxisanteil eines Dualen Studiums absolviert. Zusammen mit ihrem Vater, Firmenchef Martin Sztanka, empfing sie die Klasse R9b der Elmshorner Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule. Die Schüler fuhren mit dem Reisebus in die Werks-halle hinein, erlebten dort die Entstehung von Schrauben mit, lernten die Materialprüfung kennen und erhielten einen Snack. Familie Sztanka begrüßte insgesamt 65 Besucher.

Die Frau, die zu Fuß auf den Hof gekommen war, musste sich allerdings auf einen Tag der offenen Tür vertrösten lassen. Einlass gab es nur für angemeldete Gäste. Nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen hatte die Hamburger Agentur „prima events“ für eine straffe Organisation des Abends gesorgt. Auch das ist ein Merkmal deutscher Industrie.

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