Handball : Lange gezittert

Am Sonnabend sollte sich zeigen, ob die 1. Männer des TuS Esingen in der Hamburg-Liga vom Vizemeister und Beinahe-Aufsteiger innerhalb von weniger als einem halben Jahr tatsächlich zum Abstiegskandidaten wurden, oder nach einem Fehlstart die Wende zum Guten schaffen. Im Keller-Derby beim Schlusslicht Halstenbeker TS waren die Tornescher lange auf einem guten Weg: Ein 14:9 nach 30 Minuten bedeutete die deutlichste Pausen-Führung dieser Saison.

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03. November 2013, 20:07 Uhr

Als die zweite Halbzeit fünf Minuten alt war, sorgte Jannik Genz mit seinem 18:11 dafür, dass der Vorsprung auf sieben Treffer anwuchs.

Die Esinger schienen endlich einem deutlichen Erfolg entgegenzusteuern, nachdem sie bei ihrem bis dato einzigen Saisonsieg (25:24 in Wilhelmsburg) bis zum Ende bangen mussten. Doch dann wurde es auch in der Sporthalle Bickbargen eine Zitterpartie: In den 25 Minuten, die nach dem besagten Tor von Genz noch zu spielen waren, gelangen den Gästen nur noch vier (!) weitere Treffer, was auch mehreren Unterzahl-Situationen geschuldet war. „Es war absolut unnötig, dass wir es noch einmal so spannend gemacht haben“, betonte Genz, dessen hundertprozentige Trefferquote vom Siebenmeterpunkt aus (vier Versuche, vier Tore) am Ende entscheidend war – die Halstenbeker setzten zwei Siebenmeter am Ziel vorbei.

Während einige mitgereiste TuS-Sympathisanten kein gutes Haar am Schiedsrichter-Gespann Wolfgang Meyer/ Jörg Stahl (HSG Pinnau) ließen (Grundtenor: „Die beiden haben alles dafür getan, damit wir noch auf die Verliererstraße kommen!“), gab sich der Esinger Rückraum-Spieler Tobias Bombe selbstkritisch: „Es lag einzig und allein an uns, dass es noch einmal so eng geworden ist!“

Zu Beginn der Partie hatte Daniel Abel die Gäste nach 30 Sekunden in Führung gebracht. Beim 2:1 führten zum einzigen Mal die Halstenbeker, die nach dem 5:5 stets einem Rückstand hinterher liefen. Fünf TuS-Treffer in Folge zum 13:7 (24.) ließen erahnen, was für Möglichkeiten die Esinger haben. In der Abwehr zeigten die Gäste in dieser Phase die nötige Aggressivität und Beweglichkeit. Benjamin Boje war der einzige TuS-Torwart im Kader und musste, obwohl er erkältet war, durchspielen.

Als die Esinger im zweiten Durchgang innerhalb von 13 Sekunden in doppelte Unterzahl gerieten, war dies der Aufholjagd des Gegners zuträglich. Für die Erlösung aus TuS-Sicht sorgte Genz, der anderthalb Minuten vor Ultimo einen Siebenmeter zum 21:19 verwandelte. Drei Sekunden vor dem Ende kam Halstenbek ebenfalls per Strafwurf nur noch zum Anschlusstreffer.

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