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Typisierung : Landrat übernimmt Schirmherrschaft

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Immer mehr Menschen wollen helfen, damit für „Toni“ ein Stammzellenspender gefunden wird. Landrat Oliver Stolz hat die Schirmherrschaft für die Typisierungsaktion am Sonnabend, 14. Juli, übernommen. „Jeder, der sich als potenzieller Stammzellspender in die DKMS aufnehmen lässt, ist eine weitere Chance für Tonia oder andere Patienten weltweit“, weiß der Chef der Kreisverwaltung.

Neben Stolz hat sich auch Udo Prinz von Schoenaich-Carolath als Schirmherr zur Verfügung gestellt. Wer bei der Aktion mitmachen will, kommt zwischen 10 und 16 Uhr in die Haseldorfer Turnhalle, Kamperrege 1. Die 15-Jährige ist an einer akuten myeloische Leukämie (AML) erkrankt. Sie kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen im Blut gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Bislang war die weltweite Suche nach einem „Blutsbruder“ von Toni erfolglos.

Um jetzt schnell zu helfen, organisieren Freunde und Familie gemeinsam mit der „Deutsche Knochenmarkspenderdatei“ die Registrierungsaktion. Groß ist die Unterstützung aus dem Dorf für Toni. Die Marschmer hoffen, dass möglichst viele Menschen aus der Region die Gewebemerkmale ihres Blutes bestimmen lassen. Ihr große Schwester Julia hat über das soziale Netzwerk „facebook“ die Aktion „Hoffnung für Toni“ gestartet. Dort bekunden immer mehr Menschen, dass sie sich fünf Milliliter Blut abnehmen lassen wollen, um es untersuchen zu lassen. Innerhalb der vergangene drei Tage stieg die Zahl von gut 200 auf jetzt über 300 Helfern. Zahlreiche facebook-Nutzer machen der Familie von Toni zudem mit ihren Kommentaren Mut.

Manche der User sind allerdings noch nicht volljährig und kommen deswegen nicht als potenzielle Spender infrage. Gesunde Menschen zwischen 18 und 55 Jahren können sich „anzapfen“ lassen. „Wir brauchen also nicht nur die Jüngeren, sondern alle Menschen“, hofft Julia. Wer zu diesem Termin nicht kommen kann, bereits registriert ist oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mitmachen darf, der kann trotzdem helfen. „Die finanzielle Unterstützung ist extrem wichtig“, erklärt Simon Stifter von der DKMS.

Die Bestimmung einer Blutprobe kostet 50 Euro. Zuschüsse von den Krankenkassen oder dem Staat gibt es nicht. „Wir rufen dazu auf, die Haseldorfer Typisierung mit einer Spende zu unterstützen“, erklärt Stifter. Dazu wurde eigens das Spendenkonto 510134646 bei der Sparkasse Südholstein, Bankleitzahl 23051030, eingerichtet. „Jede Summe hilft uns“, berichtet der DKMS-Mann. „Spenden können Bürger ebenso wie Vereine, Organisationen oder Unternehmen.“ u www.facebook.com/events/258237404276475/

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erstellt am 29.Jun.2012 | 20:24 Uhr

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