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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 07:04 Uhr

Landesvater wirbt um Vertrauen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bürgergespräch SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig will das Land noch gerechter und moderner machen

Die Schleswig-Holsteiner sind aufgerufen, am 7. Mai an die Wahlurnen zu gehen, um ihren 19. Landtag zu wählen. Welche Erfolge die SPD-geführte Landesregierung unter Ministerpräsident Torsten Albig (53, SPD) in den vergangenen fünf Jahren aufzuweisen hat und warum die Wähler ihm wieder das Land anvertrauen sollten, stand im Mittelpunkt einer SPD-Wahlkampfveranstaltung in der Gaststätte „Zur Erholung“. Etwa 100 Interessierte hatten sich zum Bürgergespräch mit dem SPD-Spitzenkandidaten Albig, und dem SPD-Direktkandidaten für den Wahlkreis Pinneberg-Elbmarschen, Thomas Hölck, eingefunden.

Beide Politiker stellten heraus, dass sie nicht mit Privilegien auf die Welt gekommen seien, sie ihre Wurzeln nicht vergessen hätten und ihnen durch ihre Kinder und Familien Probleme des Alltags und des Zusammenlebens nicht fremd seien. Deshalb würden sie ihre politische Aufgabe darin sehen, den Menschen in Schleswig-Holstein den Alltag bei Arbeit, Bildung, Familie und Infrastruktur zu erleichtern und den Zusammenhalt in der Gesellschaft, Gerechtigkeit und Chancengleichheit zu fördern. Bildung und bezahlbaren Wohnraum bezeichnete Thomas Hölck als für ihn besonders wichtige SPD-Themen. Der 53-Jährige antwortete auf die Frage, was er an Torsten Albig besonders schätze, dass er ein geduldiger Gesprächspartner auf Augenhöhe sei und er seine soziale Einstellung achte.


Inklusion als wichtiges SPD-Thema


Ganz offen sprach Albig darüber, dass er für seine inzwischen erwachsenen Kinder als Vater aus beruflichen Gründen nur wenig präsent war, dass seine Ehe scheiterte und er nun in seiner neuen Beziehung versuche, die Lasten in der Familie bewusster anzugehen. Zum Thema Inklusion in Schulen betonte Albig: „Wer uns wählt, muss wissen, dass das für uns ein wichtiges Thema ist, denn es handelt sich um ein Menschenrecht, das ich in Schleswig-Holstein umgesetzt sehen möchte.“ Albig verwies darauf, dass die SPD Inklusion als verbindlichen Teil der Lehrkräfteausbildung auf den Weg gebracht hat.

Auf die Frage nach Veränderungsbedarf in den Schulen in Bezug auf Abitur nach acht beziehungsweise neun Jahren machte Albig deutlich, dass mit den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen zwei Wege zum Erlangen aller Schulabschlüsse als Wahlfreiheit zur Verfügung stehen. Ruhe in die Schulpolitik sowie Ressourcen in Lehrerstellen und eine hundertprozentige Unterrichtsversorgung zu bringen, sei Anliegen der SPD. Im Zusammenhang mit einer Frage nach einer bedarfsgerechten Versorgung mit Krippenplätzen verwies er darauf, dass das Land unter seiner Führung 10  000 Krippenplätze geschaffen und die 100 Euro-Kita-Geld als Einstieg in eine beitragsfreie Kinderbetreuung verabschiedet hat.

Weitere Fragen aus dem Publikum, dem Wahlberechtigte jeden Alters angehörten, bezogen sich auf die Versorgung pflegebedürftiger Menschen in ländlichen Räumen, auf den Straßenbau, den Verkauf beziehungsweise die Abwicklung der HSH Nordbank sowie die Flüchtlingspolitik. Die SPD-Landesregierung habe die kostenfreie Altenpflegeausbildung auf den Weg gebracht, habe zehn Prozent der Landesstraßen saniert, mit einem Programm die Straßenbauinvestitionen langfristig gesichert und werde große Verkehrsprojekte vorantreiben, so Albig.

Eine Obergrenze für Flüchtlinge lehnt der Ministerpräsident ab. Die Frage, ob Schleswig-Holstein nach der Landtagswahl den seit 14. Februar geltenden dreimonatigen Abschiebestopp für Flüchtlinge aus Afghanistan gegenüber dem Bund aufrecht erhalte, beantwortete er mit: „Die Energie des Streits sollte lieber dafür genutzt werden, die Asylsuchenden in Deutschkurse oder Ausbildung zu bringen.“ Albig rief die Veranstaltungsteilnehmer auf, zur Landtagswahl zu gehen und warb: „Stellen Sie mit uns die Weichen, dass das Land noch gerechter und moderner werden kann.“


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erstellt am 29.Apr.2017 | 16:05 Uhr

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