Große Anfrage : Landesmittel für Sportstätten

Barbara Ostmeier, sportpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, begrüßt die Äußerungen von Sportminister Stefan Studt. Auf einer SPD-Parteiveranstaltung in Lübeck sprach er sich für eine „Verstetigung der Landesmittel für die Sportstättensanierung“ aus. „Die CDU fordert dies schon lange und hat – von SPD, Grünen und SSW abgelehnte – entsprechende Haushaltsanträge eingebracht. Bislang hat Minister Studt unter Verweis auf diese Beschlusslage im Landtag immer betont, dass sein Haus keine Initiative für ein mehrjähriges Sportstättensanierungsprogramm ergreifen will. Wenn er dies nun anders sieht, dann muss er auch liefern“, so Ostmeier. „Butter bei die Fische, Herr Minister. Wir wollen Zahlen, Daten und Fakten sehen“, ergänzte sie.

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03. Juni 2015, 17:33 Uhr

Im vergangenen Jahr war auf eine Große Anfrage der CDU-Fraktion hin ein Sanierungsstau bei Sportstätten in Höhe von etwa 55 Millionen Euro festgestellt worden. Die Regierungsfraktionen hätten bislang zwei Millionen Euro bewilligt. Erst in Ostmeiers jüngst durch das Ministerium beantworteten weiteren Großen Anfrage habe es erneut keine Hinweise auf eine „Verstetigung der Mittel“ gegeben.

„Angesichts der Auswirkungen des demografischen Wandels muss die Weiterentwicklung des Sports und damit auch der Sportstätten im ganzen Land endlich strukturiert und geplant angegangen werden“, sagte die sportpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion. „Damit die Vereine und Verbände vor Ort unter diesen Bedingungen weiterhin ein ansprechendes und vielfältiges Sportangebot vorhalten können, brauchen sie Ideen für Konzepte. Gerade die ehrenamtlich geführten Vereine leisten auch über den Sport hinaus wertvolle Arbeit in den Städten und Gemeinden. Diesen Kitt unserer Gesellschaft müssen wir erhalten“, so die in Hetlingen lebende Landespolitikerin.

„Lediglich in den Kreisen Dithmarschen und Rendsburg-Eckernförde sowie den größeren Städten wurde bislang eine Entwicklungsplanung durchgeführt oder ist kurzfristig geplant. Insgesamt sind nur zwölf Kommunen im Land bislang dabei“, so Ostmeier. „Das kann nur ein Anfang sein“, ergänzte sie.

Vor diesem Hintergrund sei die Ankündigung von Minister Studt künftig den Anteil des Landes bei der Erarbeitung kommunaler Sportentwicklungspläne von 5000 Euro auf 10 000 Euro zu erhöhen, zu begrüßen.

„SPD, Grüne und SSW werden nicht umhin kommen, sich ernsthaft mit unserem auf zehn Jahre angelegten Programm zum Abbau des Sanierungsstaus bei Sportstätten zu befassen. An dieser Notwendigkeit wird auch eine mögliche Ausrichtung olympischer Wettbewerbe nichts ändern“, bekräftigte Ostmeier.

Damit die Mittel zielgerichtet eingesetzt werden könnten, appellierte die CDU-Abgeordnete an die kommunalen Entscheider, mehr im Bereich der Sportentwicklungsplanung zu tun.

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