zur Navigation springen

Genuss auf höchstem Niveau : Landesjugendchor singt in Uetersen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Anspruchsvolle Chorliteratur zum 30. Geburtstag in der Klosterkirche. 200 Besucher.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2016 | 17:00 Uhr

Uetersen | Wo anders als in der Klosterkirche könnte ein Jubiläumschorkonzert stattfinden? Kantor Eberhard Kneifel stellte am Sonntag diese Frage in den Raum, als er einen der besten jungen Klangkörper des Nordens, den Landesjugendchor Schleswig-Holstein, in der Klosterkirche begrüßte. Wo sonst…?

Den Titel Chorstadt musste Uetersen sich erarbeiten. Jetzt muss er verteidigt werden! Und ein Konzert mit einem so brillanten und voluminösen Klangkörper ist dabei ein richtiges Signal.

Der Chor, der anspruchsvolle Werke alter Meister (Brahms, Bruckner, Bach, Distler…) in den Konzertmittelpunkt stellte, wurde vor 30 Jahren von den damals im Landesmusikrat an verantwortungsvoller Stelle Arbeitenden ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit erarbeiten die in ihm vereinten jungen Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren anspruchsvolle Chorliteratur und müssen, als Laienensemble, auch den Vergleich mit professionellen Vocalensembles nicht fürchten.

In Uetersen wurden unter anderem Dislers „Feuerreiter“, Bachs doppelchörige Motette „Komm Jesu komm“ und Clara Schumanns „Gondoliera“ interpretiert. Die Literatur aus den Zeitaltern der Renaissance, des Barock, der Romantik und der „neuen Zeit“ (Distler) stieß auf großes Gefallen seitens des Publikums.

Bei freiem Eintritt hatten sich fast 200 Musikfreunde in dem spätbarocken Gotteshaus versammelt, um etwa eine Stunde lang zu genießen, was gewöhnlich eher selten zu hören ist. Zudem waren sie von Harfenistin Lara Meyer-Strut-hoff und Geigerin Katharina Reisser angetan. Die beiden Abiturientinnen wagten sich an Camille Saint-Saëns „Fantasie in A-Dur“. Auch ihnen gehörte der reichlich gespendete Applaus.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen