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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 20:06 Uhr

Jubiläum : Längst kein Geheimtipp mehr

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Beginn war am 19. Februar 1993 in Pinneberg, wo der Vorlesungsbetrieb der Nordakademie offiziell startete. Damals hatte die junge Hochschule sechs Mitarbeiter, es gab einen einzigen Studiengang, der von 195 Studenten in fünf Vorlesungsräumen verfolgt wurde und 60 Kooperationsbetriebe, die das Vorhaben unterstützten. Heute, 20 Jahre später, nehmen sich die Zahlen deutlich eindrucksvoller aus: Denn am Standort Elmshorn werden mittlerweile drei Bachelor- und 4 Masterstudiengänge angeboten. An der Nordakademie studieren rund 1400 Frauen und Männer in 42 Vorlesungsräumen. Betreut wird der Akademiebetrieb von 67 Mitarbeitern, während mittlerweile rund 300 Kooperationsbetriebe die Nordakademie unterstützen.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig sprach in seinem gut zwanzigminütigen Grußwort von einer „außergewöhnlichen Hochschule“, die längst kein Geheimtipp mehr sei, einen „außergewöhnlichen Ruf“ genieße und eine „besondere Erfolgsgeschichte in unserer Bildungslandschaft“ vorzuweisen habe. „Wir freuen uns sehr, dass hier im Laufe der Zeit – in zwei Jahrzehnten – 1400 Studienplätze entstanden sind. Das macht sie zu einer der größten privaten Hochschulen Deutschlands. Und das macht sie für uns als Land zu einem wirklichen Eckpfeiler im Gebälk unserer berufsorientierten Studiengänge. Schleswig-Holstein ist um eine schillernde Facette reicher geworden“, sagte Albig.

Der Ministerpräsident ging in großen Teilen seiner Rede auf den sich bei jungen Menschen immer häufiger einstellenden Vertrauensverlust ein. Die Gesellschaft und vor allem ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit werde mehr und mehr angezweifelt. „Alarmierend“ nannte Albig die Zahlen zur Jugendarbeitslosigkeit in Ländern wie Griechenland, Portugal oder Spanien. „Wir verlieren in Europa im Augenblick die Gewissheit. Die Gewissheit, dass Staaten nicht pleitegehen können. Die Gewissheit, dass unsere Finanzindustrie in Europa eine so feste ist, dass sie nicht in die Knie gehen kann“; fand Albig.

Die Nordakademie biete eine fast hunderprozentige Jobgarantie, indem sie das duale System auf die Ebene des Studiums gehoben habe. „Sie ermöglichen Bildung. Sie haben verstanden, was dieses Land braucht“, lobte Albig abschließend.

Elmshorns Bürgermeisterin Brigitte Fronzek sprach von einer beispiellosen Erfolgsgeschichte der Nordakademie, die Elmshorn zur Hochschulstadt gemacht habe. Es sei ein Konzept, das viele junge Menschen davon überzeugt, sich für ein Studium in Elmshorn zu entscheiden. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt wies darauf hin, dass sich am Beispiel der Nordakademie deutlich zeige, dass sich im Bildungsbereich angesiedelte Unterstützung durch die Wirtschaft auszahle. Die Unternehmen sicherten sich so die besten Fachkräfte von morgen.

Georg Plate, einer der Gründungsväter und heute noch Präsident der Nordakademie freute sich, dass die Hochschule, die in ihrer Gründungszeit schnell als „totgeborenes Kind“ abgestempelt wurde, allen warnenden Stimmen zum Trotz im Jahre 1993 in Pinneberg eingeweiht werden konnte. Plate erinnerte daran, dass im Jahre 1996 der Wissenschaftsrat der jungen Hochschule schon damals einen „Modellcharakter“ bescheinigte.

Hans-Heinrich Bruns, der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Nordakademie hatte aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht den im Herbst 2013 bevorstehenden Weggang der Nordakademie nach Hamburg im Sinn, als er sagte: „Die Nordakademie ist ständig in Bewegung. Selbstzufriedenheit hat hier keine Chance.“

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erstellt am 03.Jun.2013 | 21:31 Uhr

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