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Speeldeel ut de Masch : Lacherfolg in neuer Besetzung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit einer deutlich veränderten Besetzung ist die „Speeldeel ut de Masch“ in die neue Saison gegangen. Drei neue Schauspieler und eine Souffleuse mussten für „Mien Mann, de fohrt to See!“ von Wilfried Wroost integriert werden. Dies ist Regisseurin Ute Jensen – unterstützt von Helga Feja – gut gelungen, konnten die Besucher der Premiere feststellen. Der schauspielerische Schwung ist erhalten geblieben und so gab es nicht nur am Ende kräftigen Beifall, sondern zwischendurch auch immer wieder Szenenapplaus.

Dies ist Regisseurin Ute Jensen – unterstützt von Helga Feja – gut gelungen, konnten die Besucher der Premiere feststellen. Der schauspielerische Schwung ist erhalten geblieben und so gab es nicht nur am Ende kräftigen Beifall, sondern zwischendurch auch immer wieder Szenenapplaus.

Mit der Auswahl des neuen Stückes hatte die Laienspielbühne auf einen vielfach geäußerten Wunsch aus dem Publikum reagiert. Der Schwank ist ein Klassiker des niederdeutschen Theaters. Wilfried Wroost wurde durch die TV-Sendungen der Aufführung seiner Stücke im Ohnsorg-Theater bekannt. Mien Mann, de fohrt to See! ist sein vielleicht populärstes Stück, das allerdings in jüngster Zeit nicht mehr so häufig gespielt wurde. Das 1952 uraufgeführte Stück spiegelt das Nachkriegs-Hamburg wider. Es gibt einen Verweis auf die Bombennächte 1943, aber auch auf die Lust am guten und reichlichen Essen der beginnenden Wirtschaftswunderjahre. Man fühlt sich im Seestermüher Bürgerhaus ein bisschen in die Zeit zurückversetzt, als es noch kein Privatfernsehen gab und sich am Sonnabend nach der Tagesschau die Familie vor der Flimmerkiste versammelte, um Ohnsorg zu gucken.

Die „einfachen Leute“ stellt Wilfried Wroost in den Mittelpunkt seiner Stücke. Bei Mien Mann, de fohrt to See! ist es das Ehepaar Mary und Karl Brammer. Beide betreiben eine Gaststätte. Sie ist plietsch, patend und attraktiv. Das ruft andere Männer auf den Plan, doch natürlich bleibt sie ihrem Gatten – entgegen manchen Unkenrufen – treu. Er ist ein „staatsches Mannsbild“, liebenswert, aber auch mit der Gabe ausgestattet, sich gehörig in die Nesseln setzen zu können.

Die Liebe scheint im Alltag abhanden gekommen zu sein. Das Unglück, das letztlich die beiden wieder zueinander führt, erscheint in Form einer Haftstrafe wegen Schmuggels. Um die bürgerliche Fassade aufrecht zu erhalten, erdenkt sich das Paar die Notlüge, der Koch und Ex-Seemann hat wieder angeheuert. Als dann sein Schiff untergeht, ruft das die raffgierige Verwandtschaft auf den Plan. Doch die werden gemeinsam eines Besseren belehrt.

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erstellt am 07.Nov.2011 | 20:15 Uhr

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