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Marsch-Grundschule : Kurze Wege für die kurzen Beine

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Prinzip „Kurze Beine, kurze Wege“ muss in der Schullandschaft der Haseldorfer Marsch erhalten bleiben, sind sich Freie Wahlgemeinschaft (FW) Hetlingen, Freie Wählergemeinschaft Haselau (FWH) und SPD Haseldorf einig. „Drei Dörfer, zwei Schulen, ein Ziel: gute Bildung für unsere Kinder“, stellen die Vorsitzenden Michel Wiest, Michael von Malottki und Thomas Hölck in einer gemeinsamen Pressemitteilung fest.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 19:46 Uhr

Freie Wähler aus Hetlingen und Haselau sowie Haseldorfer Sozialdemokraten treffen sich regelmäßig, um über Themen zu sprechen, die die drei Dörfer betreffen. Aktuell gibt es in der Elternschaft Diskussion über zu große Klassen im Haupthaus und zu kleine in der Schwesterschule.

Das Prinzip Kurze Beine, kurze Wege steht für die Oppositionspolitiker auf zwei festen Säulen: das etablierte Unterrichtsmodell mit Jahrgangsklasse und flexibler Eingangsphase in Haseldorf sowie das alternative System der altersübergreifenden Familienklassen in Hetlingen.

Vor zweieinhalb Jahren hatten sich die beiden Grundschulen zusammengeschlossen, um so gestärkt gemeinsam die Herausforderung des demografischen Wandels und die Neuerungen in der Bildungspolitik zu bewältigen. „Unser größter Trumpf sind die engagierten Lehrerinnen“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. „Sie füllen die zwei unterschiedlichen pädagogischen Konzepte mit Leben. So können sich Eltern entscheiden, welche Unterrichtsform für ihre Kinder am besten geeignet erscheint.“ In den Familienklassen lernen die Kinder frühzeitig, sehr selbstständig zu arbeiten. Kinder lernen von älteren Kindern, die wiederum ihren Unterrichtsstoff so vertiefen, wenn sie mit anderen ihr Wissen teilen. Wer schnell begreift, orientiert sich an den Älteren. Wer langsamer lernt, wird von der Gruppe und der Lehrkraft gefördert. Aber auch im etablierten Unterrichtsmodell wird auf unterschiedliches Lerntempo der Kinder geachtet. In der neuen ersten Klasse können die Kinder in allen Hauptfächern in zwei kleinen Gruppen lernen. Nach den aktuell vorliegenden Anmeldezahlen, zeichnen sich an den zwei Schulstandorten sehr unterschiedliche Klassenstärken für die Eingangsklasse ab (lesen Sie dazu den unten stehenden Artikel). „Die Familienklasse in Hetlingen kann auch eine Alternative für Haselauer oder Haseldorfer Eltern sein“, befinden die Vertreter der beiden Wählergemeinschaften und der SPD-Haseldorf. Die Schülerbeförderung mit dem Schulbus kann den Erfordernissen beider Schulstandorte angepasst werden.

Die Kommunalpolitiker aus den drei Dörfern versichern, sich auch weiterhin für die beiden Standorte einzusetzen: „In vergleichbaren Regionen gibt es manchmal gar keine Grundschule mehr. Wir haben zwei starke Modelle.“

Rektor berichtete im Amtsausschuss

Politiker der drei Marsch-Kommunen hatten sich im Haseldorfer Amtsausschuss schon mit der aktuellen Schulsituation befasst. Während der Dezembersitzung stellte Rektor Joachim Kähler die Situation für die Mädchen und Jungen vor, die im Sommer eingeschult werden. Danach gibt es in Haseldorf gut 30 und in Hetlinger rund ein Dutzend Erstklässler. In der Hauptschule könnte die Klasse erst bei mehr als 37 Schülern geteilt werden. Doch die Bildungseinrichtung bekommt für die große Klasse 1,5 Lehrerstellen zugewiesen. Das bedeutet, dass in den Hauptfächern Mathematik und Deutsch in zwei Gruppen unterrichtet werden kann. In Hetlingen soll es dann zwei „Familienklassen“ geben, die sich aus Kindern der Klassen 1 bis 4 zusammensetzen. Jahrgangsklassen haben dann ausgedient.

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