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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 17:23 Uhr

Fußball : Kurioses Derby

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dramatisch, packend, kurios ‒ es gibt viele Begriffe, die das Bezirksliga-Derby zwischen den 1. Herren des FC Union Tornesch und den 2. Männern des TSV Uetersen treffend umschreiben. Fakt ist: Am Ende gewannen die favorisierten Tornescher mit einem 2:0 auch ihr drittes Saisonspiel, obwohl sie fußballerisch nicht überzeugten. „Aber wir haben Kampfgeist sowie den nötigen Willen gezeigt und am Ende gewonnen“, jubelte FCU-Coach Stefan Dösselmann, während TSV-Co-Trainer Christian Sommer „eine ganz, ganz bittere Niederlage“ verdauen musste.

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2015 | 21:34 Uhr

Im ersten Punktspiel auf dem Rasenplatz im „Torneum“ hatten die Uetersener, die erste Torchance: Einen Lupfer von Nils-Marvin Schwarz kratzte Christoph Richter, der lange Jahre das TSV-Tor hütete, noch aus dem Winkel. In der 13. Minute lief der Tornescher Serge Haag frei auf das Gäste-Gehäuse zu. TSV-Akteur Lars Tiedemann holte ihn ein und brachte ihn kurz vor dem Strafraum zu Fall. Die Rote Karte für den Uetersener war unstrittig ‒ Dösselmann haderte allerdings: „Ein frühes 1:0 wäre mir lieber gewesen als der Platzverweis, denn dann hätten wir ruhiger spielen können!“

Gegen zehn Uetersener taten sich die Tornescher enorm schwer. Zwar kamen sie zu Chancen, aber die gefährlicheren Szenen hatte die TSV-Reserve: Ein Freistoß von Jörg Dreier, der auf der linken Seite bärenstark spielte, sprang an den Pfosten; bei den folgenden Nachschussgelegenheiten trafen Schwarz und Christian Kilb den Ball nicht richtig (35.). Kurz nach der Pause rettete das Aluminium die Tornescher erneut: Schwarz traf von links aus den langen Pfosten, den Abpraller bugsierte Jon Schwertfeger abermals an die Torumrandung (51.). Mehr Ballbesitz und Spielanteile hatten die Tornescher, die am 1:0 schnupperten, Jan Ole Fröhlich aber nach Serge Haags Querpass in Rücklage geriet und den Ball über die Latte jagte (70.). Sechs Minuten später war es aber soweit: Nachdem sich Serge Haag erneut stark über die rechte Seite durchgetankt und quergespielt hatte, traf Daniel Brandt am kurzen Pfosten zum 1:0. Aus Respekt vor seinem Ex-Team Uetersen II bejubelte der Schütze sein Tor nicht. Daraufhin warfen die Gäste alles nach vorne und kamen zum 1:1 ‒ ein Schwarz-Tor erkannte Schiedsrichter Michael Zibull (Heidgrabener SV) aber nicht an. „Der Schiedsrichter-Assistent und nach dem Spiel auch Christoph Richter haben mir gesagt, dass das Tor auch hätte zählen können“, klagte Sommer. Patrick Laube sah in dieser Szene wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte. Gegen nur noch neun Uetersener machte Björn Petersen alles klar: Sein nicht unhaltbar erscheinender 20-Meter-Schuss bedeutete den 2:0-Endstand (89.).

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