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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 17:44 Uhr

Ernst Barlach Haus : Kunst von Felixmüller

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die aktuelle Ausstellung im Ernst Barlach Haus (Jenischpark) trägt den Titel: „Glückseligkeit und Kampfesmut“ und zeigt rund 80 Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und zwei Eichenholzreliefs von Conrad Felixmüller (1897-1977). Der Dresdener zählte in der Zeit zwischen 1910 und 1920 zu den bekanntesten und erfolgreichsten Nachwuchskünstlern in Deutschland.

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erstellt am 12.Dez.2013 | 18:24 Uhr

Mit 15 Jahren kam Felixmüller zum Studium an die Königliche Kunstakademie in Dresden und bildete sein „außergewöhnliches Talent in allen malerischen und grafischen Techniken“ aus. Bis 1919 waren Felixmüllers Arbeiten kubistisch geprägt. In den frühen 1920er Jahren spätexpressionistisch. Anschließend zeigte er Werke aus sachlich-realistischen Phasen, ohne sich stilistisch festzulegen. „Glückseligkeit und Kampfesmut“ wurde als Titel gewählt, weil der Künstler rückblickend die Jahre der Weimarer Republik so beschrieb. Die ausgestellten Bilder stammen aus den Jahren 1914 bis 1933 und spiegeln dieses gesteigerte Lebensgefühl des Künstlers wieder. Als anrührend werden die Porträts bezeichnet und seine einfühlsamen Milieustudien. Felixmüllers Figurenbilder aus der Zeit sind kraftvoll und von „politischem Engagement getragen“.

In der Ausstellung werden Einblicke in die wichtigsten thematischen und motivischen Schwerpunkte des Malers gewährt.

Beeindruckende Selbst- und Familienbildnisse, in denen die menschlichen Figuren – häufig Modelle aus seinem näheren Umfeld wie seine Frau Londa und die Söhne Luca und Titus – abgebildet sind. Bereits mit 13 Jahren fiel Conrad Felixmüller durch seine „gekonnten Bildnisstudien“ auf, sodass er von der Schulleitung zum „freien Kunstmaler – speziell Porträtmaler“ – empfohlen wurde. Er porträtierte leidenschaftlich Freunde, Weggefährten und Künstlerkollegen. Weitere thematische Schwerpunkte Felixmüllers waren die Arbeits- und Arbeiterdarstellung sowie die Politik.

Zu Beginn der Weimarer Republik stellte der Maler seine Kunst in einen „entschiedenen politischen Kontext“ und lieferte Bildbeiträge für die linken und sozial engagierten Zeitschriften. Durch Dresden und Berlin hatte er Berührung mit Protagonisten von 1918/19 und wurde zwischen 1919 und 1924 Mitglied der Kommunistischen Partei. Die Ausstellung ist bis zum 2. Februar 2014 di.- so. (an Feiertagen auch montags) 11-18 Uhr in der Baron-Voght-Straße 50a, geöffnet.

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