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Rettung des Abschiedshauses : Kunst und Kulturgut verbinden

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dass Kunst und Erhaltung von Kulturgut keine Grenzen kennen, stellen Mitglieder des Uetersener Vereins Kunst im Mittelpunkt (KIM) und Mitglieder der Tornescher Kulturgemeinschaft unter Beweis. Sie setzen sich gemeinsam für den Erhalt des Abschiedshauses des Tornescher Hofes mit künftiger Nutzung als Veranstaltungszentrum für kulturelle Angebote ein.

shz.de von
erstellt am 25.Mär.2013 | 22:16 Uhr

An einem Infotisch machten am 23. März Vertreter aus beiden Vereinen auf die historische Bedeutung des vom Abriss bedrohten Gebäudes in Tornesch und ihr Ziel, dieses 1810 errichtete reetgedeckte Zweiständer-Fachhallenhaus zu retten, aufmerksam. Zudem lagen Unterschriftenlisten aus. Von 10 bis 12 Uhr waren die Aktiven vor Ort, erst vor dem Einkaufszentrum „Alte Brennerei“ und dann im Eingangsbereich zum Edeka-Markt. Ort und Zeit waren gut gewählt, zahlreiche Passanten blieben stehen und kamen mit den Mitgliedern der Kulturgemeinschaft und den KIM-Künstlern über das Abschiedshaus und dessen Bedeutung als Keimzelle Torneschs ins Gespräch. 70 von ihnen trugen sich in die Unterschriftenliste zum Erhalt des Gebäudes mit künftiger Nutzung für Ausstellungen, Lesungen oder Konzert- und Theateraufführungen ein. „Kunst und Erhaltung von Kulturgut ergänzen einander. Wir ziehen an einem Strang“, so die KIM- und Kulturgemeinschaftsmitglieder. Für sie spielt bei diesem Thema eine Ortsgrenze zwischen Tornesch und Uetersen keine Rolle. „In Tornesch entsteht ein neuer Stadtteil. Da muss auch an kulturelle Angebote vor Ort gedacht werden. Das Abschiedshaus als Kulturdenkmal mitten im Ort wäre als Kulturstätte mit Galerie-Café hervorragend geeignet“, so Karin Goetzen von KIM.

Die Kunstschaffenden des Uetersener Vereins suchen eine Ausstellungs- und Veranstaltungsstätte. Eine Bleibe im Abschiedshaus des Tornescher Hofes wäre ihnen, ob mit oder ohne Fusion der beiden Städte, recht. Am Ostersonnabend, 30. März, werden KIM- und Kulturgemeinschaftsmitglieder noch einmal von 10 bis 12 Uhr vor dem Edeka-Markt Unterschriften sammeln. „Wir lassen nichts unversucht und hoffen, dass wir bei Politik und Verwaltung Gehör finden“, so der Ehrenvorsitzende der Kulturgemeinschaft Hans-Joachim Wohlenberg. Geld sei auch für andere Dinge da, warum nicht für die Erhaltung der Keimzelle des Tornescher Ortszentrums mit Nutzung als Kulturstätte, so Wohlenberg.

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