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Kulturpreisträger 2012 : Kunst mit Bogen und Pinsel

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gegensätzlicher können zwei Künstler nicht sein als die beiden, die die hochkarätig besetzte Jury in diesem Jahr zu Kulturpreisträgern des Kreises Pinneberg erkoren hat.

Den Anerkennungspreis erhielt der 77-jährige Violinist und Lehrer an der Hamburger Musikhochschule Professor Peter Heidrich aus Wedel, den Förderpreis die junge Malerin Birgit Bessler aus Brande.

Kulturausschussvorsitzender Klaus G. Bremer (FDP), Gerhard Folkerts, Mitglied der Jury, die über die Kulturpreisträger mit zweidrittel Mehrheit entscheidet und Spartensprecher Musik sowie Bernd Michael Kraske, Jurymitglied und Spartensprecher im Bereich „Literatur und darstellende Kunst“ stellten die beiden Künstler im Elmshorner Kreishaus vor. Auch der Kulturfreund und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann ließ es sich nicht nehmen, bei der mit Spannung erwarteten Bekanntgabe der neuen Kulturpreisträger dabei zu sein. Kulturpreisträger Professor Heidrich sei einer der herausragendsten Violonisten im Kreis Pinneberg, so die Jurymitglieder, war Konzertmeister in Recklinghausen und Nürnberg, kam dann in das renommierte Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg und damit auch in den Kreis Pinneberg.

Mit dem berühmten Benthien Quartett reiste er zu den großen Konzertsälen in aller Welt, an der Hamburger Hochschule für Musik unterrichtet er die Geige, aber auch im Kreis Pinneberg setzte er sich vorbildlich für die Förderung junger Künstler an diesem Instrument ein.

Bei der Übergabe des Kulturpreises am 4. November diesen Jahres möchte Professor Heidrich sogar selbst spielen, Schumann, Haydn und Mozart werden dann auf seinem Programm stehen. Eine zweidrittel-Mehrheit gab es innerhalb der Jury übrigens für Peter Heydrich nicht, die war so von dem 77-jährigen Meister überzeugt, dass das Votum einstimmig fiel. Die Malerin Birgit Bessler geht hingegen mit ihrer Arbeit ganz neue und ungewöhnliche Wege. Sie fängt mit ihren Bildern Geschichten ein, Landschaften, bewohnte Gebiete, in denen Brüche sie faszinieren und die setzt sie mit atmosphärisch dichten Schilderungen in lasierenden, nahezu schimmernden leichten, aber nie bunten Farben um. Fast wie alte, großformatige Negative wirken ihre Arbeiten, weiße Umrisse und Linien auf dunklerem Grund.

Momentan fotografiert sie Stadtlandschaften in Elmshorn, will sie später zu einer Erzählung über die Stadt komponieren und so eine philosophische Betrachtung in Gang setzen. Die 39jährige ist immer mit offenen Augen und dem Fotoapparat unterwegs, sieht Widersprüche, die sie faszinieren und die sie fast wie Bilder aus einer anderen Welt darstellt. Auch sie wird ihre Kunst bei der Übergabe ein paar Tage in der Pinneberger Landdrostei zeigen. Der Preis, so freute sie sich, bedeute für sie „sichtbar zu werden“.

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erstellt am 31.Mai.2012 | 21:02 Uhr

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