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Probleme mit Gema und Werbefläche : Kulturverein beklagt sich über komplizierte Abrechnung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

ToAll-Verantwortliche wünschen sich prominenten Ort für Banner in Tornesch.

Tornesch | Eine prominente Werbefläche in der Stadt und eine einfache und transparente Abrechnung der Gema-Gebühren, das wünschen sich die Verantwortlichen des Kulturvereins Tornescher Allerlei (ToAll). Deutlich wurde das während eines Treffens der ToAll-Spitze mit Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern der SPD.

Bislang habe man stets ein Banner mit Veranstaltungsankündigungen an der Brücke über der Ahrenloher Straße aufhängen können, berichtete der ToAll-Vorsitzende Harald Scharffenstein während des Gesprächs, zu dem sich die Beteiligten im Pomm 91 getroffen hatten. Doch in den vergangenen Monaten seien die Plakate vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) immer wieder entfernt worden. „Und zwar ohne uns zu informieren“, betonte Scharffenstein. Auf Nachfrage sei lediglich mitgeteilt worden, dass die Banner Autofahrer ablenken würden, berichtete der Vereinsvorsitzende. Bundestagsmitglied Ernst Dieter Rossmann und Beate Raudies aus dem Kieler Landtag versprachen, bei dem Landesbetrieb nachzufragen.

SPD-Antrag für den Sozialausschuss

Scharffenstein erläuterte, dass er sich eine prominente Werbefläche an einem zentralen Ort in Tornesch wünsche, an der für ToAll-Veranstaltungen geworben werden könne. Mit der Suche nach einer solchen Fläche will die Tornescher SPD, von denen Fraktionschefin Verena Fischer-Neumann und der Ortsvereinsvorsitzende Manfred Mörker an dem Treffen teilnahmen, nun die Verwaltung beauftragen. Einen entsprechenden Antrag haben die Sozialdemokraten für die Sitzung des Sozial- und Bildungsausschusses am 11. September gestellt. Darin wird betont, dass die an einem „geeigneten, stark frequentierten Platz“ zu installierenden Befestigungen von sämtlichen Tornescher Vereinen und Verbänden genutzt werden könnten.

Auf Einladung von Rossmann nahm auch Hiltrud Lotze, SPD-Bundestagsabgeordnete für Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, an dem Austausch teil. Während eines kurzen Rundgangs durch die Begegnungsstätte, die der ToAll regelmäßig für seine Veranstaltungen nutzt, zeigte sie sich insbesondere über die Ausstattung beeindruckt. „So einen Saal zu haben, ist klasse. Das gibt es in vergleichbaren Städten nicht“, betonte Lotze. Die 58-Jährige berichtete unter anderem über ihre Erfahrungen mit der Gema, die in Deutschland Nutzungs- und Urheberrechte von Musikern verwaltet. Deren Rechnungen würden „alle Kulturgruppen zwischen Flensburg und Garmisch“ vor Probleme stellen, so Lotze. Davon konnte auch Scharffenstein berichten. Denn die Kalkulation sei häufig schwierig, da immer wieder überraschende Kosten entstehen würden. „Wir melden eine Veranstaltung für 80 Euro an und erhalten nachher eine Rechnung über 400 Euro.“ Und niemand könne prüfen, ob der Betrag stimme, so Scharffenstein.

„Uns ist klar, dass sich etwas ändern muss“, betonte Lotze. Die Bundespolitikerin berichtete von Projektgruppen, die sich bereits mit der Gema-Abrechnung befasst hätten. „Es muss die Gema geben, aber man kann es vereinfachen“, so Lotze. Raudies schwebt etwa eine jährliche Zahlung an den Rechteverwalter vor, mit der kleine Kulturvereine wie der ToAll alle Ansprüche pauschal beglichen hätten. „Das muss möglich sein“, so Raudies.

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erstellt am 11.Aug.2017 | 16:00 Uhr

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