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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 17:00 Uhr

Förderkreis : Kultur ist nicht umsonst

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Kultur kostet Geld. Im Zeitalter der leeren Kassen bei Kommunen, Kreisen, Land und Bund wird auch beim kulturellen Sektor gespart.

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2013 | 22:18 Uhr

Wer Kulturgenuss erfahren will, darf sich daher an den wohl steigenden Eintrittspreisen (Entgelten) nicht stören, die es voraussichtlich schon in diesem Jahr geben wird, soll eine besondere Aufführung nach dem Genuss einen runden Abschluss finden. Sprich: soll es gelingen, die verpflichteten Musiker und Solisten zu bezahlen.

An der Uetersener Klosterkirchengemeinde gibt sich der „Förderkreis Kirchenmusik“ Mühe, das Defizit aufzufangen, das anfällt, wenn der kalkulierte Besucherzustrom ausbleibt. Beziehungsweise ist den Kirchenmusikern nicht nur in der Rosenstadt seit Jahren bewusst, dass Aufführungen großer Oratorien oder Messen gar nicht kostenneutral gestaltet werden können. Die Eintrittspreise, die verlangt werden müssten, würden nur noch von wenigen bezahlt werden.

So sind Kirchenmusiker Eberhard Kneifel und Kantorin Christiane dankbar, dass es im Hintergrund einen Verein gibt, der jährlich immerhin mehrere Tausend Euro einwerben kann, beziehungsweise dem Sektor Kirchenmusik über die Mitgliedsbeiträge zur Verfügung stellt.

2012 hat dieser Förderverein unter dem Vorsitz von Dr. Reinhard Kreitschik die Aufführung des „Elias“ unterstützt, die Chorjugend auf Ausfahrten finanziell begleitet und zwei E-Pianos gekauft.

Kürzlich trafen Mitglieder im Kantoreisaal an der Moltkestraße zusammen, um weitere Förderziele zu besprechen. So darf davon ausgegangen werden, dass die Aufführung des „Deutschen Requiems“ am Sonntag, 17. November, in der Klosterkirche ein finanzielles Polster benötigt, und auch so manche „Alltäglichkeit“ in 2013 bedarf der Unterstützung durch den Förderkreis.

Vor einem Großprojekt will man in dem 145 Mitglieder starken Förderkreis die Augen ebenfalls nicht verschließen, wohlwissend, dass ein solches Vorhaben das Projekt eines ganzen Jahrzehnts werden dürfte. Auf der Chorempore in der Klosterkirche steht seit rund 60 Jahren eine kleine Orgel, die in der Vergangenheit oft erklingen durfte. Jetzt aber mag Eberhard Kneifel den Besuchern von Gottesdiensten oder Konzerten diesen Klang nicht mehr zumuten. Die Orgel ist so marode, dass ihre Reparatur unwirtschaftlich wäre. So soll eine neue Orgel gekauft werden. Kosten: hoch im fünfstelligen Bereich. Um zum Ziel zu kommen, benötigt der Förderverein auch in Zukunft Großspenden, die leider in jüngster Zeit rückgängig sind. „Wir freuen uns aber auch über jedes neue Mitglied sowie über jede Einzelspende“, macht Dr. Kreitschik deutlich, dass alles, was gelingen soll, ein solides Fundament benötigt. Gerne gibt er unter der Telefonnummer 04122/44577 Auskunft über die Ziele des Förderkreises, weist zudem aber auf die Kontoverbindung hin und darauf, dass alle Spenden steuerlich geltend gemacht werden können, schließlich ist der Förderkreis Kirchenmusik e.V. gemeinnützig. Sie lautet: 15019821 bei der Sparkasse Südholstein (BLZ 23051030).

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