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Bundeswehr in Uetersen : Kuhles Wetter bei Vereidigung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

635 Soldatinnen und Soldaten aus sechs Truppenteilen wurden gestern auf dem Marktplatz vereidigt beziehungsweise legten, als freiwillig Wehrdienstleistende, ihr Gelöbnis ab. Es war das erste öffentliche Gelöbnis in Uetersen seit 50 Jahren. Begleitet wurde es von weit mehr als 1500 Angehörigen und interessierten Bürgern. Uetersen präsentierte sich einmal mehr als bunte und lebendige Stadt.

Die Vereidigung/das feierliche Gelöbnis fand in Anwesenheit von Markus Grübel, parlamentarischer Staassekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung, statt. Grübel richtete Grüße der Ministerin aus und sagte während seiner Gelöbnisrede, dass es ihn sehr freue, dass nach langer Zeit wieder einmal ein öffentliches Gelöbnis/Vereidigung in Uetersen stattfinde. Das unterstreiche das mehr als gute Verhältnis zwischen den Kreisen Pinneberg, Dithmarschen und der Bundeswehr. Das Zeremoniell in der Stadtmitte drücke zudem aus, dass „unsere Soldatinnen und Soldaten unverändert ein fester Bestandteil der Gesellschaft sind“. Der Staatssekretär betonte zudem den besonderen Beruf des Soldaten, der Mut und Verantwortung beinhalte.

Er zitierte den kürzlich verstorbenen Alt-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit den Worten: Die Freiheit ist kein Geschenk, von dem man billig leben kann, sondern Chance und Verantwortung:“ Die Soldaten stellten sich dieser Verantwortung. Achim Kling, Kommandeur der I. Lehrgruppe an der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Appen, richtete begrüßende Worte an die Ehrengäste, darunter USLw-Kommandeur Klaus Christian Kuhle (der sich sehr über das tolle Wetter in der Partnerstadt der Kaserne freute), und die jungen Soldaten, die sich im Halbkreis auf dem Marktplatz aufgestellt hatten.

Der Oberstleutnant dankte der Stadt dafür, dass die Bundeswehr die Veranstaltung in „dieser insgesamt herzlichen Atmosphäre“ durchführen durfte.

Die Bürgermeisterin sprach in ihrem Grußwort von zwei gesellschaftlichen Teilen, die sich eines gemeinsam wünschten: Frieden. Sowohl die militärische als auch die zivile Seite wolle das Recht und die Freiheit aller Menschen schützen, die hier lebten. Sie bezeichnete die Bundeswehr als die Armee der Demokratie, die Macht und notfalls auch Gewalt auf dem Fundament des Grundgesetzes ausübe.

Sie lud alle ein, einmal wieder nach Uetersen zu kommen, ganz entspannt und ohne Termindruck. In Uetersen sei man nicht gerne allein, das wüssten die Soldatinnen und Soldaten der Marseille-Kaserne, Uetersens Partnerkaserne, schon seit Langem, so Andrea Hansen. Die Bürgermeisterin schloss mit einem Gedicht von Bertold Brecht, in dem dieser den Segen des Friedens betont. Im Anschluss an das militärische Zeremoniell wurde zum Empfang in das Rathaus gebeten.

Den Tag der Bundeswehr in Uetersen bei strahlendem Sonnenschein zeichnen wir heute auch mit farbigen Impressionen nach. Seite 9.

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erstellt am 19.Feb.2015 | 21:51 Uhr

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