Gerisch Stiftung : Künstlerinnen der Berliner Secession

Es herrschte ein so großer Besucherandrang bei der Ausstellungseröffnung von „Nur das Talent– Käthe Kollwitz und die Frauen der Berliner Secession“ in der Villa Wachholtz, dass Interessierte vor der Tür warteten oder im Park spazieren gingen.

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21. November 2013, 17:42 Uhr

Bezugnehmend auf den Titel der Ausstellung, wurde der bedeutende Maler und Präsident der 1898 gegründeten Berliner Secession Max Liebermann zitiert, der in seiner Rede der ersten Secessionsschau sagte: „Bei der Wahl der Werke, welche ausgestellt werden, war nur das Talent (...) ausschlaggebend“. Der Zugang zu Kunstakademien war den Künstlerinnen verwehrt, so war ein Etappenziel für ihre „künstlerische Emanzipation“ erreicht. Die Berliner Secession ist die „Abspaltung vom arrivierten, akademischen Kunstbetrieb der Zeit“ und die erste gewichtige Künstlervereinigung, die weibliche Mitglieder zuließ“.

Erstmalig werden Werke von Künstlerinnen der Berliner Secession nach Forschungsarbeiten und dem Konzept von Ulrike Wolff-Thomsen und Jörg Paczkowski in dieser besonderen Schau zusammengeführt. Käthe Kollwitz war die einzige Künstlerin, der es gelungen war, sich der Avantgarde zugehörigen Generation anzuschließen. Ihre Kolleginnenn Dora Hitz, Maria Slavona, Charlotte Berend(-Corinth) und Sabine Lepsius wurden erst vor ein Paar Jahrzehnten und Clara Siewert und Julie Wolfthorn erst vor Kurzem wiederentdeckt. Sehenswerte Bilder dieser Künstlerinnen sind in der Villa Wachholtz, der Brachenfelder Straße 69 bis April 2014 immer mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Eintritt: 6 erm. 5 Euro.

Beachten Sie die Werke der außergewöhnlichen Künstlerin Dorothea Buck im Café Harry Maasz. Sie sind nur noch bis zum 24. November zu besichtigen. Frau Buck erlitt in der NS-Psychiatrie mit 19 Jahren eine Zwangssterilisation. Sie zeigt unter dem Titel: „Auf der Spur des Morgensterns“, Zeichnungen, Skulpturen und Aquarelle. Ihr Werk und Wirken, Frau Buck setzte sich für die neue Psychiatrie ein, erweckt großes Interesse in der Öffentlichkeit.

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