Deutsche Doppel-Meisterschaft in Tornesch : Kubb ist ihre Leidenschaft

Einen Pokal für die Organisation der Kubb Doppelmeisterschaft in Tornesch haben Boris Kaufmann und Matthias Fesser (von links) verdient. Sie belegten als Team „kubb-sh1“ am Ende einen hervorragenden dritten Platz.
Einen Pokal für die Organisation der Kubb Doppelmeisterschaft in Tornesch haben Boris Kaufmann und Matthias Fesser (von links) verdient. Sie belegten als Team „kubb-sh1“ am Ende einen hervorragenden dritten Platz.

Der Pokal geht nach Berlin. Tornescher Team macht den dritten Platz.

shz.de von
04. Juni 2018, 16:30 Uhr

Tornesch | Um das Triple perfekt zu machen, sind die Berliner Jais Langer und Heiko Kreuzburg am Wochenende nach Tornesch gereist. Die dreifachen Weltmeister im Kubb, vielen auch als Wikinger-Schach bekannt, lobten die hervorragenden sportlichen Bedingungen, unter denen auf dem Sportplatz der Klaus-Groth-Schule insgesamt 32 Teams um die Deutsche Doppelmeisterschaft gekubbt haben. Fast jedes Wochenende sind sie als Team „Gipfelstürmer“ auf einem Turnier, zusätzlich trainieren sie mehrmals pro Woche, denn bei der Weltmeisterschaft am ersten Augustwochenende in Schweden wollen die beiden wieder den Titel holen.

„Kubb ist immer noch ein Vergnügen, aber kein Freizeitvergnügen mehr“, sagt Organisator Matthias Fesser und Mitorganisator Boris Kaufmann ergänzt: „Das ist kein Hobby mehr, das ist Leidenschaft.“ Kubb erfreut sich wachsender Beliebtheit, denn waren bei der ersten Meisterschaft in Tornesch noch zwölf Teams zu Gast, waren es im vergangenen Jahr bereits zwanzig. In diesem Jahr haben sie bei 32 Teams die Listen geschlossen, um die Organisation überhaupt noch bewerkstelligen zu können. Die Teilnehmer reisten aus dem gesamten Bundesgebiet an und mussten entsprechend untergebracht werden. Geschlafen haben die auswärtigen Kubber im Jugendzentrum, hier wurde auch gegrillt, und während der Turnierpausen sorgte der Wirt des Vereinsheims des TuS Esingen für die Verköstigung der Teilnehmer.

Verzögerung wegen Regen

Dass das Turnier wegen Regens erst mit einer halben Stunde Verzögerung begann, störte weder die Profis noch die Amateure. „Das gehört dazu, außerdem ist der Platz jetzt gut gewässert, da landen die Kubbs besser“, erläuterte Fesser.

Ausdrücklich bedankte er sich bei Bürgermeister Roland Krügel, der für seinen persönlichen Willkommensgruß einen herzlichen Applaus erhielt, für die erneute Nutzung der Anlage. Tornesch gehört mittlerweile, auch wegen der perfekten Organisation, zu den zehn etablierten Turnierorten bundesweit. „Die ganze Infrastruktur passt hier, dazu die Freundlichkeit des Orga-Teams, es macht richtig Spaß hier“, bestätigte Alvaro Huber von den Bösen Kubbz aus Mainz und setzte zu einem „saustarken“ Wurf an, der ihm Punkte in der Rangliste sicherte.

„Gipfelstürmer“ werden zweiter Sieger

Die besten 16 Teams spielten in der Siegerrunde um den großen Pokal, die ausgeschiedenen in der „Lilla-DM“, der kleinen Deutschen Meisterschaft, um eine eigene Trophäe. Gespielt wurde nach den Regeln des Deutschen Kubb-Bundes.

Nach einem spannenden Turnierverlauf ging der Pokal zwar nach Berlin, aber „AnGri“, Andreas Heiden und Grit Thor, nahmen ihn mit. Die „Gipfelstürmer“ mussten sich mit Platz sechs zufrieden geben. Einen großen Erfolg konnten auch Fesser und Kaufmann verbuchen, sie belegten als kubb-sh1 den dritten Platz.

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