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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 10:15 Uhr

Landesregierung : Kritik an den Plänen zur A20

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages „Bündnis für den Norden – Neue Horizonte für Schleswig-Holstein“ am Montag ist die neue Landesregierung so gut wie perfekt. Einzig die Abstimmung zum neuen Ministerpräsidenten muss heute noch von den Abgeordneten im Kieler Parlament abgehalten werden.

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2012 | 21:21 Uhr

Hierbei kann sich die sogenannte Dänen-Ampel keinen Abweichler leisten – hat die Verbindung aus SPD, Grünen und dem SSW doch nur die hauchdünne Mehrheit von einer Stimme im Landtag gegenüber CDU, FDP und Piratenpartei. Für den Kreis Pinneberg ein besonders heißes Eisen im Koalitionsvertrag ist die weitere Planung zur Autobahn 20 mit westlicher Elbquerung. Nachdem sich ein Fortkommen der geplanten Ost-West-Achse unter der Regierung von Peter-Harry Carstensen abzeichnete, haben sich die zukünftig Regierenden einen „Fahrbahnwechsel“ auf die Fahnen geschrieben. „Nach derzeitigem Stand ist für die Elbquerung schlicht kein Geld da“, bestätigte der Lauenburger Landtagsabgeordnete Olaf Schulze (SPD) die Pläne der Koalition. Als eine „Koalition des Ruins“ bezeichnete daher der Kieler FDP-Chef Wolfgang Kubicki die Pläne der Dänen-Ampel. „Durch Verzögerung und Verhinderung von Infrastrukturmaßnahmen wird Schleswig-Holstein an Wirtschaftskraft und Wohlstand einbüßen“, befürchtet der Liberale. So auch Lutz Bitomsky, Vorsitzender des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste e.V.: „Enttäuscht und verärgert äußern sich viele Unternehmer der Westküste und der Unter-elbe im persönlichen Gespräch in den letzten Tagen.“

In einer nicht repräsentativen Umfrage der UeNa am Montag unter Kreis Pinneberger Bürgern bekam die neue Landesregierung unter Torsten Albig (SPD) zwar Zuspruch, aber auch viel Kritik. Am häufigsten wurde die A20 als rotes Tuch benannt. „Ich empfinde es als eine absolute Katastrophe, dass die A20 nun doch nicht weitergeführt werden soll“, äußerte sich die Pinnebergerin Karin Ulmer.

Zudem frage sie sich, warum es in Ostdeutschland kein Problem sei, eine solche Autobahn zu bauen, in Schleswig-Holstein aber gleich ein Drama daraus gemacht würde. Völlig desillusioniert gab sich Kai Schröder im Interview, denn der Pinneberger hat überhaupt keine Erwartungen an die neue Landesregierung. „Ich glaube kaum, dass es Verbesserungen geben wird - die finanzielle Lage ist und bleibt angespannt, daran wird auch ein Politikwechsel nichts ändern können.“

Die Grünen hingegen freuen sich. Umweltschutz würde wieder auf der Gewinnerseite stehen, so der designierte Minister für Umwelt und Landwirtschaft, Robert Habeck.

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