zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 22:41 Uhr

Schulbus : Kritik am Vorpreschen des Nachbarn

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wir werden den Schulbusverkehr ausschreiben“, erklärt Heinz Lüchau. Das Ergebnis müsse man abwarten, so der Amtsvorsteher. Damit vollzog der Amtsausschuss während seiner jüngsten Sitzung eine Entwicklung, die sich bereits während den vorherigen Treffen der Gemeindevertretungen in Haselau und Haseldorf abgezeichnet hatten.

Die Politiker möchten, dass der jetzige Betreiber, die „Otto Strunk Omnibusbetrieb GmbH“, auch nach den Sommerferien den Schulbus zu und von der Grundschule Haseldorfer Marsch betreibt. Die „Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg mbH“ (KViP), die eigentlich als Betreiber ausgeguckt worden war, hat damit das Nachsehen. aus ihrer Sicht bietet der Privatbetreiber mehr Sicherheit für die Schüler als der öffentliche Unternehmer. Einmütig in der Sache fiel die Entscheidung. Heftig kritisierte jedoch der Haseldorfer Bürgermeister Uwe Schölermann während der dortigen Sitzung das Vorgehen der Dorfparlamentarier aus der Nachbarkommune. „Ich bin enttäuscht von Haselau“, erklärte der Christdemokrat während der Sitzung im Haseldorfer Hof.

Die Haselauer hatten während ihrer vorherigen Sitzung eine Empfehlung, jedoch keine Entscheidung pro Strunk ausgesprochen. Mit diesem Votum wollten sie in Diskussionen mit den Nachbarn gehen. „Es hätte vorher Gespräche geben sollen“, steht für Schölermann fest. Das Vorgehen sei nicht in Ordnung gewesen.

„Ich fühle mich vorgeführt“, sagte er. Den Christdemokraten unterstützte die Gemeindevertreterin Bianca Rehage. „So geht das nicht“, erklärte die Sozialdemokratin. Gut 21000 Euro pro Jahr hatte das Amt Haseldorf für die Leistungen des ehemaligen Schulbusbetreibers, die Thies Bustouristik, ausgeben müssen. Das Unternehmen war allerdings sehr unzuverlässig und gab schließlich den Auftrag zurück.

Strunk Omnibusbetrieb war anfangs nur als Überganslösung gedacht. Mit Kosten von knapp 63000 Euro muss bei dem Unternehmen aus Bokholt-Hanredder gerechnet werden. Bei der KViP müssten die beiden Dörfer gut 45000 Euro zuschießen. Ein Problem für die Haseldorfer Politiker: Der Kreis zahlt nur einen Zuschuss für die Schüler, die mehr als zwei Kilometer entfernt von der Schule wohnen.

Die Gemeinde müsste also auch die Kosten auch für die Mädchen und Jungen übernehmen, die nah der Grundschule wohnen. „Damit zahlen wir rund 70 Prozent der Kosten“, rechnete Schölermann vor. Sonst ist eine Aufteilung von 60 zu 40 zwischen den beiden Dörfern üblich.

Mit Blick auf die geplante Ausschreibung trug der Haseldorfer Gemeindevertreter Thomas Hölck (SPD) der Uetersener Verwaltung auf: „Es muss sichergestellt sein, dass am Ende nicht wieder einer das Rennen macht, der billig ist, aber schlecht arbeitet.“

zur Startseite

von
erstellt am 27.Jun.2012 | 19:44 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert