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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 12:20 Uhr

Neujahrsempfang : Kritik am neuen Schulgesetz

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie lange politische und protestantische Gemeinde in Haselau schon gemeinsam zum Neujahrsempfang bitten, darauf wollte sich Pastor Andreas-Michael Petersen in seiner Begrüßung nicht festlegen. „Lange“ gebe es diese Tradition, berichtete er und freute sich, dass die Kirchenbänke bis auf den letzten Platz gefüllt seien.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 20:15 Uhr

Namentlich begrüßte Petersen den Alt-Amtsvorsteher Heinz Lüchau, die zahlreichen Bürgermeister aus den Nachbardörfern, Propst Thomas Drope und den Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann. Dass neben den zahlreichen Haselauern auch sie gekommen sind, könnte in seinen Augen einen einfachen Grund haben: „Man muss keine Reden halten“, so der Pastor.

Die Neujahrsansprache wechselt immer zwischen politischem und kirchlichem Gemeindeoberhaupt. Diesmal war der Bürgermeister dran. Rolf Herrmann (CDU) verknüpfte in seiner Ansprache die große Weltgeschichte mit der kleinen Dorfpolitik. Jahrestage zählte er auf, wie den Wiener Kongreß 1814 und den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor einem Jahrhundert.

Eine Ausnahme in dieser Auflistung der Kriege, Katastrophen und verpassten Chancen bildete die „friedliche Revolution in der DDR“ vor 25 Jahren, die den Kalten Krieg beendete, so Herrmann. Die Bürger hätten sich so das Wahlrecht erstritten und an dieses hohe Gut solle man denken, wenn am 25. Mai das neue EU-Parlament gewählt werde, so der Appell des Haselauers.

„Lassen Sie uns gemeinsam das Dorf noch ein bisschen familienfreundlicher machen“, eröffnet er den kommunalpolitischen Teil seiner Rede. Mit dem Neubau des Kindergartens in Haseldorf sei man auf einem guten Weg. Als wichtig bezeichnete Herrmann ein gutes Angebot der Grundschule. Das könne aus seiner Sicht jedoch nicht für jeden Ort und jeden Gemeindeteil gelten. Herrmann verwies auf die sehr sinnvolle Einrichtung des Schulbusses. Seit einiger Zeit hoffe man auf einen schnellen Internetzugang, doch es gab bisher verschiedenste Komplikationen, erläuterte der Christdemokrat. „Wir lassen die Hoffnung nicht fahren“, so Herrmann und an die Anwesenden gerichtet sagte er: „Sie müssen alle mitmachen.“

Kritik übte er an der Schulpolitik in Kiel. „Jede Landesregierung will ihre Vorstellungen durchsetzen“, sagt der Bürgermeister. Das Schulgesetz müsste für eine längere Zeit verlässlich sein, so Herrmann zu den aktuellen Reformbemühungen. Er forderte mit Blick auf die Einrichtung einer offenen Ganztagsschule im Schulzentrum Moorrege ein Förderprogramm der Landesregierung.

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