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Grundsatzentscheidung : Krippenplätze sind Mangelware

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Auf diese Zahlen muss reagiert werden”, brachte es Gerriet Lienau (CDU), Vorsitzender des Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales, während der Gemeindevertretersitzung im „Lindenhof“ auf den Punkt. Gemeint sind die Ergebnisse einer Umfrage, die das Amt Moorrege bei Eltern machte, deren Kinder einen Krippenplatz in Anspruch nehmen könnten.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2013 | 19:30 Uhr

Der Knackpunkt: Alle zehn im DRK-Kindergarten zur Verfügung stehenden Plätze sind belegt. Aber die Eltern von 46 Kindern könnten ab Sommer 2014 einen Krippenbetreuung in Anspruch nehmen. Auf die Fragebogenaktion gab es 28 Antworten, was eine Quote von 59 Prozent bedeutet, erklärte der Ausschussvorsitzende. Für zwölf Kinder wird ein Platz ab Sommer oder später benötigt. Hinzu kommt, dass Eltern sich auf eine Warteliste beim DRK-Hort eintragen ließen. Sie haben entweder nicht auf die Fragebogenaktion geantwortet oder wollen demnächst nach Heist ziehen, meldeten ihre Lütten aber schon vorzeitig an. „Dieses Niveau wird gehalten“, sagte Lienau, „eher steigt es noch.“ Und auf Kitas der Nachbardörfer können die Heistmer Eltern nicht ausweichen, weil es dort auch keine freien Krippenplätze gibt.

Derzeit wird der Bedarf über Tagesmütter abgedeckt. Die Gemeindevertreter trafen den Grundsatzbeschluss, das Problem über einen Anbau an die DRK-Kita im Birkenhorst zu lösen. Zehn zusätzliche Krippenplätze sollen geschaffen werden. Eine Investitionssumme von 250000 bis 300000 Euro ist im Gespräch. „Eine stolze Zahl“, steht für Lienau fest. Aus der Sicht der Politiker müssen jedoch noch einige Fragen geklärt werden. Ein konkretes Konzept mit entsprechenden Bau- und Folgekosten soll in Zusammenarbeit mit der DRK-Einrichtung erarbeitet werden. Abgeklopft werden sollen Fördermöglichkeiten. Eine Entscheidung wird wohl in der nächsten Sitzungsperiode, also im ersten Quartal 2014 fallen.

Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) richtete noch einen dringenden Appell an die Eltern von Kleinkindern. „Ich bitte Sie, sich rechtzeitig bei der Gemeinde zu melden“, sagte er, „wenn Sie wissen, dass Sie einen Krippenplatz in Anspruch nehmen wollen.“ Das gebe den Politiker mehr Planungssicherheit, die passende Lösung zu finden.

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