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Entscheidung vertagt : Krippenplätze sind Mangelware

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In Hetlingen gibt es zu wenig Betreuungsplätze für unter Dreijährige. Während der Gemeindevertretersitzung ist jedoch die Lösung des Problems verschoben worden. Erneut sollen sich die Ausschüsse mit der Frage beschäftigen.

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 19:40 Uhr

Zehn Anmeldungen für Krippenplätze liegen für das Jahr 2014 vor, berichtete Renate Springer-König (Freie Wahlgemeinschaft) als Vorsitzende des für Kita-Fragen zuständigen Schul- und Sozialausschusses. Allerdings werden nur fünf der zehn vorhandenen Plätze frei, hatte die Leiterin Birte Koch-Behrend im Ausschuss berichtet.

Mehrere Möglichkeiten gibt es, dem Mangel beizukommen. So könnte an den Kindergarten angebaut oder eine Gruppe ausgelagert werden. Denkbar wäre es auch, eine Waldgruppe zu schaffen. Die Verwaltung war im Ausschuss beauftragt worden, zur Gemeindevertretersitzung die Möglichkeiten abzuklopfen und Kosten zu ermitteln. Dies lag nicht vor.

Anja Stange aus dem Uetersener Rathaus konnte aber vom Ergebnis einer Umfage berichten. Danach gebe es für die Kleinen von vier Eltern keine Plätze. Sie müssten woanders untergebracht werden. Der Ausschuss hatte aber beschlossen, dass erst ab fünf unversorgten Kinder Handlungsbedarf besteht.

Die Freie Wahlgemeinschaft versuchte mit einem Antrag in der Gemeindevertretung, noch einmal Tempo zu machen. „Wir müssen dafür sorgen, dass diese vier Kinder im Dorf bleiben“, so der FW-Fraktionsvorsitzende Michael Rahn. Um allen Kleinen eine Platz bieten zu können, sollten Bürgermeisterin, Ausschussvorsitzende und Kita-Leiterin Gespräche führen, damit eine Lösung erarbeitet wird. Bei Bedarf sollte während einer Sondersitzung entschieden werden.

Einen weiteren Grund nannte Renate Springer-König: „Ich möchte Informationen haben.“ Hintergrund: Die Bürgermeisterin hatte nach der Ausschusssitzung noch einen Gesprächstermin mit der Kita-Leiterin Birte Koch-Behrend vereinbart. Zu diesem Treffen hatte die Christdemokratin ihre Fraktionskollegin, die stellvertretende Ausschussvorsitzende Sonja Wehner mitgenommen. Die Ausschussvorsitzende Renate Springer-König wurde von Barbara Ostmeier über dieses Treffen nicht informiert.

Ob dieses Antrages bat der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexandré Thomßen um eine Sitzungsunterbrechung. Anschließend stimmten die Christdemokraten den FW-Antrag nieder. Über eine Erweiterung des Krippenbereiches wird während der nächsten Sitzung des Schul- und Sozialausschusses voraussichtlich am 5. Februar beraten.

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