Im Sog des Kraken : Krimi-Lesung im Dorfmuseum

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Geschichte zum Anfassen“ bietet der Verein für Sammlung und Erhalt historischer Gegenstände in Haselau, erklärt der Vorsitzende Dieter Günther. Und „Geschichte zum Lesen“ liefert der Autor Jochen Pragal mit seinen Romanen. Für die beiden Marschmer liegt es also nah, dass der Haselauer in dem Dorfmuseum aus seinem jüngsten Buch vorträgt. Aus dem historischen Kriminalroman „Im Sog des Kraken“ wird er am Sonnabend, 15. Juni lesen. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr im „Museum II“, der Durchfahrt Wüstenberg, Am Burggraben 3a. Der Eintritt ist frei.

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05. Juni 2014, 19:40 Uhr

Kennengelernt haben sich die Beiden, als der Pädagoge im Ruhestand Günthers Enkel ein bisschen bei dessen schulischen Aufgaben unter die Arme griff. Und wenn man einen Draht zueinander hat, ist es auch nicht so wichtig, dass der Eine für die CDU in der Gemeindevertretung saß und der Andere sich für das globalisierungskritische Netzwerk „Attac“ engagierte.

Eine ähnliche Veranstaltung im Museum gab es bereits mit einer Vorführung eines Films über die großen Sturmfluten in der Marsch, berichtet Günther. Um genügend Platz für die Zuhörer zu schaffen, muss ein Teil des Museumsinventars ausgeräumt werden. Vor der Lesung, in der Pause und nach der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit, sich über die Exponate zu informieren.

Im Sog des Kraken ist Pragals zweiter Roman. Sein Erstling „Treibgut im Reet“ hatte er in den Elbmarschen des beginnenden 19. Jahrhunderts angesiedelt. Mit beiden Büchern hatte er einen Krimi vor einem historischen Hintergrund geschaffen. Sieben Jahre nach seinem Debüt legte der Historiker seinen zweiten Roman vor. Eine ganze Reihe von Lesungen hatte er im Herbst und Winter 2013 gegeben. Alle waren gut besucht und stießen auf ein interessiertes Publikum. Wer Im Sog des Kraken noch nicht kennt, bekommt jetzt also noch einmal eine Gelegenheit.

Die Geschichte spielt wieder am Anfang des 19. Jahrhunderts, ist diesmal jedoch in Altona angesiedelt. Pragal lässt den Leser eintauchen in eine Gesellschaft, die Napoleon mit der Kontinentalsperre fast zerstörte. Als er den europäischen Absatzmarkt für den englischen Erzfeind schließt, in der Hoffnung, ihm damit endlich den alles entscheidenden Schlag zu versetzen, nimmt er den wirtschaftlichen und in Folge gesellschaftlichen Ruin der Handelspartner des Empires in Kauf.

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