Kunsthalle : Krieg beendet Karriere

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Anlässlich des Gedenkjahres 2014 an den ersten Weltkrieg, wird die Ausstellung „Sterne fallen“ in der Kunsthalle gezeigt. Es werden dem Betrachter ein einzigartiger Querschnitt durch die Vorkriegsmoderne in Deutschland und Europa aus insgesamt 12 Ländern von 60 Künstlern gezeigt.

shz.de von
22. Januar 2015, 18:24 Uhr

Sie sind entweder gefallen oder durch Begleitumstände wie die Spanische Grippe oder Suizid ums Leben gekommen. Künstler wie Franz Marc, August Macke, Umberto Boccioni und Wladimir Burljuk haben in der kurzen Zeit ihres Lebens Wegweisendes geschaffen und sind deshalb national und international im Gedächtnis geblieben. In ihrer Heimat sind der Portugiese Amadeo de Souza-Cardoso, die Serbin Nadezda Petrovic und der Ukrainer Michail Le-Dantju noch heute ein Begriff. Viele Werke und Namen weiterer unbekannter Künstler finden in dieser Ausstellung mit dem Untertitel: „Von Boccioni bis Schiele. Der Erste Weltkrieg als Ende europäischer Künstlerwege“ erstmals ein öffentliches Forum. Der Titel zitiert den expressionistischen Dichter August Stramm. Er verfasste sein Gedicht „Wunde“ 1915 im Krieg und fiel im gleichen Jahr. Ein breites Spektrum, fast 200 Gemälde, Grafiken und Plastiken unterschiedlichster Stilrichtungen werden in „Sterne fallen“ gezeigt. Die spannende Schau ist bis zum 8. Februar im Düsternbrooker Weg 1, di.-so. 10-18 Uhr, mi. 10-20 Uhr zu besichtigen.

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