zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

22. August 2017 | 13:34 Uhr

Kreuzung: Entscheidung verschoben

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

verkehrVorerst keine Veränderungen am Knotenpunkt Esinger Straße / Ahrenloher Straße − neue Ampelsteuerung als Option?

Die Entscheidung über einen möglichen Umbau der Kreuzung Esinger Straße / Ahrenloher Straße im Tornescher Stadtzentrum ist verschoben worden. Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten am Montagabend einem Verwaltungsantrag, der den Bau einer eigenen Rechtsabbiegerspur in der Esinger Straße vorsah, nicht zu. Stattdessen sollen nun nochmals sämtliche Möglichkeiten, den Verkehrsfluss am wichtigsten Knotenpunkt der Stadt zu verbessern, überprüft werden. Dazu zählt auch eine optimierte Ampelsteuerung.

Die Pläne der Verwaltung sahen eine Verbreiterung der Fahrbahn in der Esinger Straße um 2,50 Meter in Richtung Osten vor. Dadurch hätten sieben Bäume, mehrere Beete und drei öffentliche Parkplätze weichen müssen. Im Ergebnis würde es anschließend eine eigene Spur für Fahrzeuge geben, die in Richtung Autobahn abbiegen wollen. Kosten laut Verwaltung: 285  000 Euro, davon müsste Tornesch 92  400 Euro selbst tragen.

FDP-Fraktionschef Gunnar Werner hatte im Vorwege der Sitzung eine neue Variante ins Spiel gebracht. Danach sollte die derzeitige Linksabbiegerspur künftig auch für geradeaus fahrende Fahrzeuge freigegeben werden und die aktuelle Hauptspur den Rechtsabbiegern vorbehalten sein (wir berichteten). Den Liberalen stießen insbesondere der Wegfall von Grünanlagen und Parkplätzen sowie die hohen Kosten auf. Doch dem FDP-Vorschlag, am Montagabend vorgetragen von Karlheinz Böhmke, mochte keines der übrigen Ausschussmitglieder folgen.

„Ich sehe das Problem, dass wir mit der FDP-Lösung noch mehr Gewusel bekommen“, sagte SPD-Fraktionschef Manfred Mörker. Zwar finde er es auch bedauerlich, dass Bäume und Beete wegfallen, doch zeigte sich Mörker überzeugt davon, dass Ausgleichsmaßnahmen geschaffen würden. Letztlich handele es sich um eine Abwägung zwischen Individual- und Gemeininteressen.

CDU-Vertreter und Ausschussvorsitzender Henry Stümer zeigte sich wenig erfreut über die hohen Kosten der von der Verwaltung vorgeschlagenen Baumaßnahme. Seine Fraktion habe sich zudem mit dem Quellverkehr auf der Esinger Straße befasst, also der Frage woher die Fahrzeuge kommen. Grundlage sei der Anfang des Jahres veröffentlichte Verkehrsentwicklungsplan gewesen. Ergebnis: Zwei Drittel der Fahrzeuge kommen laut Stümer vom Bahnhofsvorplatz. Der Verkehr entstehe also zu einem großen Teil nicht auf der Esinger Straße. „Wir sehen dementsprechend Handlungsbedarf bei der Kreuzung“, sagte Stümer.

Hans-Jürgen Jeschke von der SPD warf schließlich die Frage auf, ob eine neue und optimierte Ampelsteuerung an der Kreuzung eine Verbesserung bringen würde. Laut Sylvia Köhn vom Bau- und Planungsamt sei dies möglich, würde vom Land aber wohl nicht finanziert werden. Bei Bürgermeister Roland Krügel (CDU) sorgte das für Verwunderung. „Ich bin etwas irritiert, dass Herr Rohkohl dazu keine Aussage gemacht hat“, sagte der Verwaltungschef. Diplom-Ingenieur Arne Rohkohl vom Wasser- und Verkehrskontor in Neumünster hatte den Verkehrsentwicklungsplan Anfang des Jahres vorgestellt. Dieser enthält auch mögliche Maßnahmen für den zentralen Knotenpunkt der Stadt. „Ich möchte wissen, was technisch alles möglich ist, was es kostet und was es bringt“, sagte Krügel. Dem schlossen sich die Ausschussmitglieder an. Die Verwaltung wurde beauftragt, zur nächsten Sitzung eine Aussage zu den verschiedenen Optionen vorzulegen.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Apr.2017 | 16:08 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen