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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 02:39 Uhr

Äusserung : Kreistag nimmt’s mit Humor

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der „SPIEGEL“ hat ein Interview mit dem seit Januar 2013 das Amt des EU-Parlaments-Präsidenten innehabenden Martin Schulz geführt, das er in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht hat. In diesem Interview beklagt sich Schulz über die in der EU-Bevölkerung eher kümmerliche Wahrnehmung des EU-Parlaments und sagte: „Wir vertreten 500 Millionen Menschen, aber wir haben eine Wahrnehmung wie der Kreistag von Pinneberg.“

shz.de von
erstellt am 14.Mär.2013 | 19:26 Uhr

Durch diese Äußerung sah sich der Fraktionsvorsitzende der Pinneberger Grünnen, Thomas Giese, veranlasst im Namen der gesamten Fraktion einen offenen Brief an den Kreistagspräsidenten Burkhard E. Tiemann zu verfassen um jenen zu bitten, Schulz doch einfach mal nach Pinneberg einzuladen. Laut Gieses Informationen habe Schulz nämlich bisher noch keiner Kreistagssitzung beigewohnt. „Wir sollten dem Präsidenten des EU-Parlaments Gelegenheit geben, sich ein eigenes Bild vom Kreistag und dessen Aufgaben zu machen“, schrieb Giese und fügte augenzwinkernd hinzu: „Vielleicht lässt sich Herr Schulz ja von einer subjektiven Wahrnehmung leiten.“

Gestern nun meldete sich auch Kreispräsident Burkhard E. Tiemann zu Wort: „Davon träumt Schulz wohl, dass das Europa-Parlament genau so wahrgenommen werde, wie der Pinneberger Kreistag. Der findet weit mehr Beachtung – zumindest in den örtlichen Medien.“ Er habe aber, so Tiemann weiter, Verständnis für Schulz, denn immerhin sei dieser Präsident von 754 Abgeordneten aus 27 Ländern, aber im Kreis Pinneberg wisse kaum jemand, wer Martin Schulz ist. „Damit Herr Schulz mal ein lebendiges Parlament kennenlernt, das von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, werde ich ihn in den Kreistag einladen“, versuchte Tiemann zu trösten und zeigte damit durchaus Mitgefühl mit seinem mächtigen Präsidenten-Kollegen der sich – sicherlich sogar zu Recht – trotz 500 Millionen vom EU-Parlament vertretener EU-Bürger nicht genug beachtet fühlt.

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