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Einsatzfähigkeit erhöht : Kreis rüstet Lebensretter auf

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Kreispräsident Burkhardt E. Tiemann hätte am liebsten beide Hände unter den teuren Schampus gehalten, als Verwaltungsbeamtin Ingrid Bruhn ihn schwungvoll über den Bug des niegelnagelneuen Motorrettungsbootes „Pagensand“ goss, denn der Kreis muss sparen. Selbst bei einer Bootstaufe, wie sie in einer der Hallen des Hamburger Yachthafens an der Deichstraße mit den Einsatzkräften des Wasserrettungszuges der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) aus dem Kreis Pinneberg und Vertretern der Kreisverwaltung, Abteilung Kathastrophenschutz, gefeiert wurde.

Inzwischen sei der Kreis Pinneberg mit Material und Organisation hervorragend für den „Fall der Fälle“ gerüstet, so der stellvertretende Abteilungsleiter für Sicherheit und Kathastrophenschutz, Rainer Röpcke, der sich schon seit vielen Jahren um die gute Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk (THW) bemüht hat. Jetzt hat er im wahrsten Sinne des Wortes auch noch die DLRG mit ins Boot geholt und zwar erst und einmalig in der Geschichte des Landes für ein Pilotprojekt, das über die nächsten fünf Jahre läuft.

Die DLRG-Helfer, die aus dem ganzen Kreisgebiet kommen, haben sich lange darauf vorbereitet – mit speziellen Kursen und einer gesonderten technischen Ausbildung, lange haben sie sich auch darum bemüht, in den Kathastrophenschutz mit aufgenommen zu werden, bisher hatte das Land immer abgewinkt, doch jetzt hatten die Helfer und der Kreis Pinneberg überzeugend genug mit profundem Fachwissen geglänzt und die Verantwortlichen in Kiel dem Pilotprojekt zugestimmt.

„Alle Helfer sind hoch motiviert“, stellte Röpcke fest, wahrscheinlich ist einer der Hauptgründe, dass der Kreis sie auch mit technisch hochwertigem Material ausstattet, das die Sicherheitsbedürfnisse im Notfall dokumentiert und optimal versorgt. Der 80 Frauen und Männer umfassende DLRG-Zug sieht in dem 20000 Euro teuren Boot, dem dazugehörigen Anhänger und den sieben neuen, enorm strapazierfähigen Rettungsanzügen, die ihnen zur Verfügung gestellt wurden, auch eine Wertschätzung ihrer langjährigen Ausbildung und ihres Engagements.

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erstellt am 01.Jun.2012 | 20:39 Uhr

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