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IG Südtangente : Kreis plant zweite Lärmschutzwand für K22

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Kreisverwaltung plant inzwischen beidseitige Lärmschutzwände entlang der Kreisstraße 22. Das berichtete Michael Krüger, Sprecher der Interessengemeinschaft Südtangente (IGS), gestern beim traditionellen Grünkohlessen der K22-Gegner im Heimathaus.

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erstellt am 22.Feb.2015 | 20:43 Uhr

Die Maße erfuhr er auf Nachfrage: Auf der Seite des Mölln-Hofes soll von der Pinneberger Straße bis zum Bahndamm eine 220 Meter lange Wand je nach Untergrund 3,25 bis 3,75 Meter hoch aufragen. Gegenüber soll eine 110 Meter lange, 2,20 Meter hohe Mauer errichtet werden.

Letztere habe der Kreis freiwillig in die Pläne aufgenommen, weil er einen Fehler in den Unterlagen entdeckt hatte. Bisher hielt er die Straßen südöstlich der Trasse für ein Mischgebiet. Tatsächlich handet es sich aber um ein Wohngebiet. Deshalb wurden die Planungsunterlage im Oktober geändert und neu ausgelegt. Zur Veranschaulichung hatte die IGS im Heimathaus 3,50 Meter lange Papierbahnen von der Decke gehängt. Der Baubeginn ist aus IGS-Sicht weiter in die Zukunft gerückt. Zum einen strich der Kreis die Projektförderung aus dem Haushalt 2015/2016 (wir berichteten). Zum anderen berichtete der Vorsitzende des Kreisfinanzausschusses Klaus G. Bremer, dass das Land die Frist verschoben habe. Bedingung einer Förderung sei nicht mehr die Fertigstellung bis Ende 2017, sondern der Baubeginn in 2019.

Allerdings rechnet die IGS mit einer Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses noch in diesem Jahr. Er habe den Eindruck, dass das Land das Thema „vom Tisch haben“ wolle, so Krüger. Er kündigte Klage gegen den Beschluss an.

Kritik übte er an der CDU. Sie warb um Unterschriften für den K22-Ausbau mit dem Slogan: „Durch Esingen läuft übrigens die Straße nach Prisdorf, nicht etwa die Kreisstraße 22“. Damit zeige die CDU mangelnde Ortskenntnis.

Der CDU-Kreistagsabgeordnete Veit Ghiladi habe der IGS gesagt, dass der Verlauf der K22 ihm egal sei, solange Uetersen und Moorrege entlastet würden. Krüger beklagte: Die Bedürfnisse der Tornescher fielen dabei herunter.

Mit Skepsis betrachtet er die unterschiedlichen Ergebnisse der Verkehrsgutachten für Tornesch. Für die Kreuzung Esinger/Ahrenloher Straße zählte das Wasser- und Verkehrskontor jüngst 24 Prozent weniger Fahrzeuge pro Tag als das Büro Pyöry im Jahr 2006. „Brauchen wir die K22 überhaupt noch?“, so Krüger.

Einen neuen Verbündeten fand er in der Kummerfelder SPD. Beide sprechen sich für einen Autobahnzubringer bei der Müllverbrennungsanlage GAB aus. Er lasse sich an die von der IGS bevorzugte Umgehung anbinden, die durch einen neuen Bahntunnel in Prisdorf südlich an Esingen vorbei bis zum Uetersener Bierbahnhof führen soll.

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