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Verkehrsprojekt : Kreis Pinneberg begrüßt den Weiterbau der A20

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Kreis Pinneberg begrüßt den Weiterbau der A20. „Die gemeinsame Erklärung zur A20 ist ein wichtiges Signal für die Region“, freut sich der stellvertretende Landrat des Kreises Pinneberg, Lutz Degener, über das Bekenntnis von Bund und Land zur Planung und zum Bau der A20.

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erstellt am 29.Feb.2012 | 20:56 Uhr

„Entscheidend ist, dass der Erklärung auch Taten folgen.“ Der Weiterbau inklusive westlicher Elbquerung sei für die Zukunftsfähigkeit der Region bedeutend, erklärte Degener weiter. „Mit dem Bau der A20 und der Elbquerung wird die Westküste an die überregionalen Verkehrs- und Wirtschaftsachsen angebunden. Das ist eine große Chance, Arbeitsplätze in die Region zu holen und zu erhalten.“ Mit dem neuen Landesentwicklungsplan wurden in Schleswig-Holstein die sogenannten „Gewerblichen Standorte von überregionaler Bedeutung“ eingeführt. Durch die landesplanerische Erleichterung können an Autobahnausfahrten unter bestimmten Vorraussetzungen Gewerbegebiete ausgewiesen werden. „Durch die geplante Route der A20 kann insbesondere der Norden des Kreises Pinneberg von der Regelung profitieren“, so Andreas Köhler, zuständiger Fachbereichsleiter beim Kreis Pinneberg.

Der Weiterbau der A20 würde nicht nur wirtschaftliche Impulse für die Region geben, sondern auch eine Entlastung des Straßenverkehrs bedeuten. „Bereits heute sind die Autobahnen rund um Hamburg während der Hauptverkehrszeiten überlastet. Prognosen besagen eine weitere Zunahme der Verkehrsbelastung im besonders staubelasteten Abschnitt zwischen Dreieck Hamburg-Nordwest und dem Elbtunnel um rund neun Prozent bis zum Jahr 2025. Durch den Weiterbau der A20 würde eine Entlastung der Strecken erreicht werden“, erläutert Köhler.

„Der Kreis Pinneberg wird sich für eine zügige Realisierung im Sinne der Region weiterhin starkmachen. Wir wollen die mit dem Bau der A20 verbundenen Chancen für Wachstum und Innovationen nutzen, die sich aus einer besseren Verkehrsanbindung ergeben werden“, so Degener abschließend.

Kritik am Ausbau der A20 kommt hingegen von der Bundestagsabgeordneten der Grünen, Valerie Wilms: „Die Vereinbarung zur A20 ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben ist und man sollte es als das verstehen, was es ist: Wahlkampfhilfe des CSU-Bayern Ramsauer für die Nord-CDU von de Jager.“ Rechtlich verbindlich sei die Vereinbarung nicht, merkte Wilms an, da eine Finanzierung durch eine derartige Vereinbarung nicht sichergestellt werde. „Viele Fragen bleiben zudem noch völlig unbeantwortet: So ist auch die Finanzierung des Elbtunnels vollkommen offen und keiner weiß, ob sich jemals ein privater Investor dafür finden wird.“

Am Montag hatten Bund und die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein eine Vereinbarung unterzeichnet.

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