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Empfehlungen : Kreis bildet Arbeitsgruppe zur Dichtheitsprüfung

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es geht um die DIN 1986 Teil 30. Für Menschen, die sich nicht jeden Tag mit der Materie befassen, klingt das zunächst einmal wenig spektakulär, doch in den vergangenen Monaten hat das Thema die Öffentlichkeit intensiv beschäftigt. Unter der DIN 1986 Teil 30 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke - Instandhaltung“, steht nämlich nichts anderes als die sogenannte Dichtheitsprüfung, die das Ziel hat, die bestehenden Abwasseranlagen in ihrem Bestand zu sichern, den Boden, das Grundwasser und die Trinkwasserversorgung vor Verunreinigungen aus undichten Leitungen zu schützen.

Um eine einheitliche und abgestimmte Umsetzung zu erreichen, hat sich im Kreis Pinneberg nun eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Stadtentwässerung Elmshorn und Wedel, dem azv Südholstein, der Stadt Schenefeld und der Unteren Wasserbehörde des Kreises Pinneberg gebildet. Diese Arbeitsgruppe hat auf ihrer ersten gemeinsamen Sitzung am Freitag Orientierungshilfen für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis erarbeitet. So sind die Eigentümer für den Nachweis des ordnungsgemäßen Zustands der Abwasseranlagen auf ihrem Grundstück verantwortlich. Der Dichtheitsnachweis ist erbracht, wenn der ordnungsgemäße Zustand der Abwasseranlagen durch die Untersuchung entweder bestätigt oder festgestellte Mängel nachweislich behoben wurden. Die Arbeitsgruppe empfiehlt nun den Grundstücks- oder Hauseigentümern, für die Dichtheitsuntersuchung ein qualifiziertes Unternehmen zu beauftragen. Einige Kommunen, beispielsweise die Stadt Schenefeld bieten alternativ eine gemeinsame Überprüfung der Abwasseranlagen zusammen mit den von den Kommunen durchzuführenden Prüfungen der kommunalen Abwasseranlagen an. Ob ein entsprechendes Angebot vorliegt, kann bei der jeweils zuständigen Kommune erfragt werden. Die Dichtheitsnachweise sind von den Eigentümerinnen und Eigentümern aufzubewahren, da diese auf Anforderung der Unteren Wasserbehörde vorgelegt werden müssen. Eine Kontrolle durch die Wasserbehörde wird vor allem in den sensiblen Bereichen, nämlich in den Wasserschutzgebieten II, III und IIIA erfolgen. Grundsätzlich sind jedoch, darauf weist die Arbeitsgruppe ausdrücklich hin, alle Grundstücks- oder Hauseigentümer verpflichtet, den Dichtheitsnachweis innerhalb der gesetzlichen Fristen zu erbringen. Weitere Informationen zum Thema Dichtheitsprüfung sind auf der Internetseite des Kreises Pinneberg zu finden: u Die Fristen zur Abnahme der DichtheitsprüfungIn Schleswig-Holstein gelten folgende Fristen: - in Wasserschutzgebieten (Schutzzone II, III und III A) bis 31.12.2015. - in den übrigen Gebieten, in denen die öffentliche Schmutz- und Mischwasserkanäle bis 31.12.2022 saniert sind, bis 31.12.2025. - In den übrigen Gebieten, in denen die öffentlichen Schmutz- und Mischwasserkanäle erst nach dem 1.12.2022 saniert werden, innerhalb von drei Jahren nach Fertigstellung der Sanierung.

Für Grundstücksentwässerungsanlagen, über die gewerbliche Abwässer abgeleitet werden, gilt eine Frist zum Nachweis der Dichtheit bis 31.12.2015. Grundstücke, die in der Schutzzone III B liegen sind wie „übrige Gebiete“ zu betrachten. Wiederholungsprüfungen sind in Wasserschutzgebieten der Schutzzone II nach 5 Jahren, der Schutzzone III und III A nach 15 Jahren und in den übrigen Gebieten nach 30 Jahren vorgesehen.

Betreiber einer Grundstücksentwässerungsanlage, die bereits vor Fristablauf die Dichtheit der von ihnen betriebenen Anlage nachgewiesen haben, werden so gestellt, als sei der Nachweis zum spät möglichsten Zeitpunkt erbracht worden. Im Ergebnis verlängert sich in diesen Fällen die Frist für die erste Wiederholungsprüfung.

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erstellt am 04.Nov.2011 | 21:59 Uhr

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